AllgemeinBleed glaffa!

Servicewüste Fünfseenland?

Eine Currywurst wird zum Problem

Zu einem Brunch hatten wir uns am Freitag Vormittag in einem Biergarten an einem unserer fünf Seen verabredet. Elf Uhr. Sofie bestellt sich ein opulentes Frühstück, Klaus ein paar Wiener mit Pommes und ich die für jene Lokalität berühmte Currywurst. Sofie lässt es sich wahrlich schmecken und auch Klaus taugen die Wiener. Ich schlürfe meinen Cappuccino, nippe an der Apfelschorle und versuche ansonsten, die Scharen von Wespen fern zu halten. Schön langsam fragen wir uns, wo denn die Currywurst abgeblieben ist. Mittlerweile ist es kurz vor 11.30 Uhr. Hunger hätt‘ ich schon.

„Entschuldigung“, bringe ich mich bei der Bedienung in Erinnerung. „Könnt’s sein, dass sie meine Currywurst vergessen haben?“ Die Dame vom Service fühlt sich sichtlich beleidigt. „Nein, hab‘ ich nicht!“, entgegnete sie mir leicht unwirsch. „Die Currywurst ist aber ein Mittagessen und die gibt es deshalb erst ab 12 Uhr Mittag.“ Hä??? „Warum haben’s mir denn das nicht bei der Bestellung gesagt? Dann hätte ich halt etwas anderes bestellt.“ Wieder ein vorwurfsvoller Blick. „Ich dachte, Sie wissen das!“ Nein, wusste ich nicht. Enttäuscht bat ich die Bedienung, die Currywurst wieder abzubestellen, weil wir gegen 12 Uhr vorhatten, zu gehen. Wundert es da, dass sie mir zur Antwort gab: „Die hab ich noch nicht bestellt, weil ich die erst um 12 Uhr als Mittagessen bestellen kann.“ Im wahrsten Sinne des Wortes: BLEED GLAFFA!

Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir gut versteckt - nein, es kommt auf das Endgerät an - einen Spenden-Button eingerichtet. Da steht bewusst keine Summe drauf, damit jeder, der uns unterstützen will, spenden kann, was möglich ist. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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