Sternsinger: Ein lebendiger Brauch zum „Heilige-Drei-Könige“-Tag
Am heutigen Montag schauten sie schon mal im Gilchinger Rathaus vorbei
Gilching – Jeweils am 6. Januar jeden Jahres, dem Fest der Erscheinung des Herrn (Heilige Drei Könige), sind in Bayern und vielen anderen Regionen wieder die Sternsinger unterwegs. Kinder und Jugendliche ziehen – meist als die drei Weisen aus dem Morgenland verkleidet – von Haus zu Haus, singen Lieder, sprechen Segenswünsche und sammeln Spenden für Kinder in Not. Tradition ist es mittlerweile, auch den Verantwortliche im Rathaus Gilching einen Besuch abzustatten.
Wie auch anderswo landauf landab waren auch in diesem Jahr die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Sebastian aus Gilching im Gemeindegebiet unterwegs, um den traditionellen Segensgruß zu überbringen. Im Rahmen ihrer Aktion besuchten die Kinder und Jugendlichen auch das Rathaus Gilching, wo sie von Vizebürgermeister Martin Fink empfangen wurden. Er bedankte sich für den Besuch und das Engagement, als Sternsinger gelebtes Brauchtum zu bewahren und so ein Zeichen für Gemeinschaft, Solidarität und Hilfsbereitschaft zu setzen.
Als Anerkennung überreichte Fink eine kleine Aufmerksamkeit sowie eine Spende zur Unterstützung der Sternsingeraktion.
Zum Ursprung des Brauchs
Der Sternsinger-Brauch geht auf die biblische Erzählung von den Heiligen Drei Königen zurück: Caspar, Melchior und Balthasar folgten dem Stern von Bethlehem, um dem neugeborenen Jesus ihre Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe zu bringen. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die Tradition, diesen Weg symbolisch nachzugehen und die frohe Botschaft von der Geburt Christi weiterzutragen.
Was bedeuten die Zeichen der Sternsinger

Ein fester Bestandteil des Sternsingens ist der Segensspruch, der mit Kreide an die Haustür geschrieben wird, zum Beispiel:
20✶C✶M✶B✶26
Die Buchstaben stehen für den lateinischen Segenswunsch „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“. Gleichzeitig erinnern sie an die Namen der drei Könige. Der Stern verweist auf den Stern von Bethlehem.
Zum Foto: Martin Fink leistet tatkräftige Unterstützung beim Anbringen des Segensspruch am Eingang des Rathauses… Hoffentlich hilfts!
Mehr als Tradition: Einsatz für andere
Heute ist das Sternsingen weit mehr als ein Brauch. Die Sternsingeraktion ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Mit den gesammelten Spenden werden Hilfsprojekte unterstützt – etwa für Bildung, Gesundheit und Kinderrechte, besonders in armen Regionen der Welt. Jedes Jahr steht die Aktion unter einem thematischen Schwerpunkt.
Glaube, Gemeinschaft und Verantwortung
Zusammengefasst verbindet das Sternsingen Glauben, Gemeinschaft und soziales Engagement. Es bringt den Segen in die Häuser, stärkt das Miteinander in den Gemeinden und zeigt, dass schon Kinder einen wichtigen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten können.
Fotos: Gemeinde Gilching



