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Der Bau von bezahlbarem Wohnraum ist Voraussetzung für den sozialen Frieden im Lande

CSU Kreisrat und Unternehmer Manfred Herz fordert deshalb effektive Maßnahmen, um den Wohnungsbau anzukurbeln

Landkreis – Früher hieß es: ‚Lern was Ordentliches, geh arbeiten, dann kannst du dir auch ein Zuhause aufbauen.‘ Heute klingt dieser Satz wie Hohn. Wer heute ‚normal‘ verdient, gehört auf dem Wohnungsmarkt paradoxerweise oft zu den Verlierern: Zu ‚reich‘ für einen Wohnberechtigungsschein, aber zu ‚arm‘ für die explodierenden Marktmieten oder die harten Finanzierungshürden der Banken.

„Wir steuern sehenden Auges auf ein Sozial-Drama zu, in dem junge Familien entweder in überfüllten Zwei-Zimmer-Wohnungen ausharren oder ins endlose Pendler-Exil verbannt werden“, ist CSU-Kreisrat und Gilchinger Gemeinderat Manfred Herz überzeugt. „Die Wohnungsfrage ist längst nicht mehr als reines Marktproblem zu sehen, sondern als die soziale Frage unserer Generation zu behandeln. Zumal es bei etwas politischem Willen durchaus Lösungen gibt, die nur auf Umsetzung warten.“

Herz, selbst Immobilieninvestor, hat entsprechende Vorschläge ausgearbeitet und wandte sich mit seinen Forderungen nun direkt an den CSU Bundestagsabgeordneten Michael Kießling.


Wohnungsmangel in Ballungsräumen aber auch im Landkreis

Herz: „Viele Menschen beklagen in Deutschland den akuten Wohnungsmangel, speziell in Ballungsgebieten wie München und Umgebung und somit auch im Landkreis Starnberg. Immer mehr Menschen haben Angst, eine Eigenbedarfskündigung zu bekommen oder aus Kostengründen ihre Wohnung wechseln zu müssen. Junge Familien, die 3-4 Zimmer Wohnungen benötigen, müssen sich mit immer kleineren, aber teuren 2-3 Zimmer Wohnungen begnügen, da am Markt kaum noch große, familiengerechte Wohnungen gebaut werden. Hinzu kommt ein weiteres Problem: alleinstehende Personen bleiben in ihren oft zu großen Wohnungen, da diese noch eine günstigere Mieten haben und bezahlbar sind.“

Und welche Alternativen gibt es?

Herz: „Die Wohnungsknappheit kann objektiv nur durch Neubauprojekte im großen Stil gelindert werden. In Deutschland fehlen nach Aussage aller Experten ca. 1.5 Millionen Wohnungen. Nur durch ein erheblich ausgeweitetes Angebot an Wohnungen könnten die Preise moderat sinken oder zumindest nicht weiter steigen. Dazu müssen aber Investoren starke Anreize bekommen, um Bauen wieder attraktiv zu machen. Aufgrund immer noch hoher Grundstückspreise, stark gestiegener Zinsen und weiter steigenden Baukosten ist das wirtschaftliche Interesse für Investoren, zu bauen, stark gesunken.  Dabei helfen keine Workshops und Arbeitskreise, sondern ganz konkrete steuerliche Anreize und Finanzierungshilfen des Bundes und des Landes. Folgende Maßnahmen würden die Bautätigkeit innerhalb kurzer Zeit massiv erhöhen.“

Wir brauchen keine komplizierten Förderprogramme, sondern echte Anreize für Investoren

Herz: „Wer zu Vermietungszwecken baut oder kauft, muss in den ersten 3 Jahren 50% der Baukosten steuerlich abschreiben können. Das wäre ein sofortiger Impuls, der Investitionen für den Bauherrn wieder rentabel macht und die Bautätigkeit anregt. Dazu braucht es…

  • Zinsverbilligte staatliche Darlehen mit langer Zinsbindung für selbstgenutzte Immobilien würden Planungssicherheit geben, was von Bauherren und jungen Familien derzeit schmerzlich vermisst wird.  
  • Eine Neuregelung, dass der erste Immobilienkauf im Leben Grunderwerbsteuer frei ist. Dies würde vielen Kaufinteressenten die Kaufentscheidung leichter machen.
  • Viele Arbeitgeber würden Wohnungen für ihre Mitarbeiter bauen, wenn es das Mietrecht ermöglicht, den Mitarbeitern mit dem Ende eines Arbeitsverhältnisses zeitnah zu kündigen, um die Wohnung neuen Mitarbeitern des Unternehmens zur Verfügung zu stellen
  • Anders als in der öffentlichen Wahrnehmung dargestellt, gibt es sehr viele anständige und verantwortungsbewusste Vermieter. Viele verlieren jedoch die Lust am Wohnungsbau, da sie mit immer mehr („Mietnomaden“) zu tun haben, die häufig über Monate keine Miete bezahlen und die Wohnung oft in einem verwahrlosten Zustand verlassen. Das aktuelle Mietrecht gibt leider den Vermietern hier viel zu wenig Möglichkeiten, solch einen Mieter rasch loszuwerden. Ein zentral geführtes Register, in dem solche „Wiederholungstäter“ registriert werden, würde manch‘ frustrierten Vermieter wieder mehr Motivation geben, in den Wohnungsbau zu investieren.

Diese Maßnahmen würden ausreichen, um den Wohnungsbau binnen kürzester Zeit wieder zum Laufen zu bringen. Junge Familien könnten bauen oder kaufen. Und, das alles ist kein Hexenwerk – es erfordert lediglich den politischen Willen und Mut zur Vereinfachung.

Mehrere Jahre Verlässlichkeit – statt ständiger Kurswechsel. Unsere Branche braucht Planungssicherheit, keine politischen Schnellschüsse. Wer baut, investiert nicht für ein Jahr, sondern für Generationen. Wir brauchen einfachere Regeln statt Bürokratiewahnsinn.

Die Förderung muss an klar definierte, unbürokratische Standards, wie KfW-55, geknüpft sein. Neue Zertifizierungspflichten, Gutachten und Prüfverfahren treiben nur die Kosten nach oben. Der heutige Neubaustandard ist klimafreundlich genug.“


Fazit:

„Wir brauchen keine weiteren Arbeitskreise, keine wohlklingenden Förderideen, die am Ende im Papierkorb landen. Wir brauchen Entschlossenheit, Mut und Vertrauen in die Menschen, die in unserem Land bauen und investieren wollen.“

Manfred Herz, Februar 2026



Uli Singer

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