Vom Wasserschaden ist nichts mehr zu sehen – Das „JuCa“ in Gilching ist zurück
Gilching – Lange Zeit blieb die Tür zum „JuCa“ im evangelischen Pfarrzentrum in Gilching nach einem massiven Wasserschaden – verursacht durch ein Starkregen-Ereignis im August 2024 – geschlossen. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, haben rund zwanzig Jugendliche die Ärmel hochgekrempelt und über Monate hinweg ungewohnte Schwerstarbeit geleistet. Das Café wurde zur Baustelle – und die Jugendlichen zu Malern, Schreinern und Designern.
Ein Jahr voller Schweiß und Herzblut
In Eigenregie und mit einer riesigen Portion Durchhaltevermögen haben rund 20 Ehrenamtliche das Unmögliche möglich gemacht. An insgesamt 25 intensiven Bauterminen wurde geschliffen, gehämmert und gestaltet:
• Wände: Weg mit dem Grau, her mit dem frischen Look!
• Die Bar: Der ganzer Stolz – ein komplettes Unikat, von den Akteuren selbst entworfen und gebaut.
• Teamwork: Unter der Leitung von Bruno Bode, Architektur-Student, wurde das JuCa von Grund auf neu konzipiert.
Die große Rückkehr
Am Freitag, den 13. Februar – für das Team ein absoluter Glückstag- war es endlich soweit. Um 19 Uhr öffneten sich die Türen für die feierliche Wiedereröffnung. Gemeinsam mit der Evangelischen Jugend, Pfarrer Constantin Greim, Hausmeister Van Phuan Tran, dem Kirchenvorstand sowie vielen Ehemaligen und Ehrengästen wurde das Ergebnis gefeiert.


„Was für ein großer Tag. Was für eine Freude“ begrüßte Constantin Greim die Gäste. „Als es 2024 wortwörtlich den Bach runter ging, war erst das Entsetzen groß. Das „JuCa“ wurde geschlossen. Doch schon bald rührten sich die ehrenamtlichen Geister, brachten Ideen ein und machten sich an die Sanierung. Heute kann ich nur noch sagen, ganz großes Kino.“ Als Belohnung für viele Stunden Arbeit erhielt jeder aus dem Sanierungs-Trupp eine Kinokarte. Das vom Kirchenvorstand beschlossene Budget lag bei 2000 Euro. Da die Jugendlichen bis auf Elektroleistungen alles selbst machten, blieben die Kosten weitgehend im Rahmen. Zumal auch viele Spender ihr Scherflein beitrugen. Greim: „Eine Endabrechnung folgt noch.“
Das Rote Band schnitt Bruno Bode unter großem Beifall und einem bunten Konfettiregen durch. Dann gab es kein Halten mehr. Die Musik gab den Rhythmus vor, die neue Bar wurde standesgemäß eingeweiht, der Kicker glühte und das neu erstellte „Umbaubuch“ zeigte allen Gästen, wie viel Arbeit in jedem einzelnen Quadratzentimeter steckt. „Es ist nicht einfach nur ein Raum – es ist unser Raum, weil wir ihn Stein für Stein wieder aufgebaut haben“, betonte Luca Zöller, die die Bauchronik federführend zusammenstellte.
Wer Lust hat, das renovierte „JuCa“ zu besuchen, geöffnet hat es immer montags ab 19 Uhr.
Uli Singer



