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Grünen-Gemeinderätin stört sich an künftiger „Präventionsarbeit“ in Punkto „Radfahrer“

Weil er sich den neu hinzugekommenen Gemeinderäten vorstellen wollte, besuchte Erster Polizeihauptkommissar Andreas Ruch, seit einem Jahr Polizeichef in Gauting, die jüngste Ratssitzung in Gilching. Wie berichtet, wird Gilching ab 1. Januar von der PI Germering abgezogen und Gauting zugeteilt. Ruch war vor seinem Amtsantritt in Gauting Vize in Germering und war dort während der neun Jahre Dienst auch für die Gemeinde Gilching zuständig. In seiner kurz gehaltenen Vorstellung erklärte Ruch, dass die Beamten der PI Gauting künftig verstärktes Augenmerk auf die vorgebliche Drogenszene in Gilching sowie auf verkehrliche Angelegenheiten legen werde. Wozu auch die Radfahrer gehören. Wie schon früher habe er vor, unter dem Motto Prävention zu versuchen, rücksichtslose Radfahrer, insbesondere im Ortszentrum, über ihr Fehlverhalten aufzuklären und so zu versuchen, mehr Sicherheit für Fußgänger, für die es ja extra diese Fußgängerzone gibt, zu erreichen.

Dies brachte überraschenderweise die Nachfolgerin der ausgeschiedenen Grünen-Gemeinderätin Nadine Stephenson auf die Palme. In ihrem ersten Redebeitrag rügte Dr. Lisa Bock Gautings Polizeichef. Sie störte sich daran, dass er explizit die Radfahrer erwähnte, anstelle sich auf die Autofahrer zu konzentrieren, die ihrer Meinung nach das eigentliche Problem im Straßenverkehr darstellen. Ruch beruhigte die aufgebrachte Rätin, indem er ihr erklärte, dass selbstverständlich die Autofahrer, darunter auch die zunehmende Tuning-Szene in Gilching, weiterhin im Fokus der Polizei stünden, hielten sie sich, wie eben verstärkt die Radfahrer, an keine Regeln. In jüngster Zeit mehrten sich allgemein gefährliche Unfälle, die auf rücksichtslose Radfahrer zurückzuführen seien. Laut einer veröffentlichten Statistik des „Automobilclub Mobil“ strampelten beispielsweise die Radler in München täglich 25.000 Mal bei Rot über die Straße.

Eine Lanze für die Autofahrer brach Rosemarie Brosig von „Bürger für Gilching“ (BfG). „Die Autofahrer werden immer höflicher, die Radfahrer aber leider rücksichtsloser. Deshalb ist es sinnvoll, das Augenmerk mal mehr auf Radfahrer zu richten“, unterstützte sie Ruchs Anliegen.


Gleichwohl in der Fußgängerzone Radfahren verboten ist, rasen dort täglich Erwachsene, darunter auch etliche Gemeinderäte, wie auch Jugendliche zwischen den Fußgängern hindurch. Germerings damaliger Vize-Chef Andreas Ruch versuchte damals schon, durch engagierte Präventionsarbeit mehr Sicherheit für die Fußgänger explizit für Kleinkinder zu erreichen. Nun will er einen Neustart wagen.

Fahrradkontrollen in der Fußgänger-Zone

In einem Interview erklärte Andreas Ruch: „In der Gilchinger Fußgängerzone gab es früher bereits mehrere Kontrollen, bei denen ich selbst mit dabei war. Es waren etliche Radfahrer, die wir stoppten und auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen mussten. Leider gab es nur wenige, die einsichtig waren und versprochen hatten, künftig die angrenzenden Straßen zu benutzen. Es gab auch einige, die uns regelrecht beschimpften. Eines aber muss dennoch gesagt werden. Die Mehrheit der Radfahrer verhält sich vorbildlich. Leider sind es halt die Rowdys, die auffallen und die erreicht man auch nicht mit freundlicher Ermahnung. Da bleibt dann nur, auch mal ein Bußgeld anzuordnen.” Uli Singer


Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir gut versteckt - nein, es kommt auf das Endgerät an - einen Spenden-Button eingerichtet. Da steht bewusst keine Summe drauf, damit jeder, der uns unterstützen will, spenden kann, was möglich ist. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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