Täter erbeuten nach Schockanruf in Starnberg Münzen und Schmuck
Zwei polnische Landsleute mittlerweile festgenommen und festgesetzt
Starnberg – Am vergangenen Montag erbeuteten Betrüger durch einen Schockanruf bei einer 86Jährigen Starnbergerin Münzen und Schmuck im Wert von rund 10000 Euro. Mittlerweile konnten zwei Tatverdächtige am Grenzübergang Griesen durch die Bundespolizei festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck führt unter Federführung der Staatsanwaltschaft München II die weiteren Ermittlungen.
Ein angeblicher Mitarbeiter einer Universitätsklinik rief die 86Jährige Dame am Montag an und teilte ihr mit, dass die Nichte an Krebs erkrankt wäre und zur Heilung ein teures Medikament benötigen würde. Dazu wurde eine hohe Geldsumme gefordert. Nachdem die Rentnerin auch noch mit einer männlichen Person sprach, die sich als Ehemann der Nichte ausgab, kam sie der Forderung nach und packte Münzen und Schmuckstücke in einen Rucksack.
Kurze Zeit später erschien ein vorgeblicher Mitarbeiter der genannten Klinik vor dem Anwesen der Starnbergerin, um die Wertgegenstände abzuholen. Da die Dame allerdings inzwischen misstrauisch geworden war, wollte sie den Rucksack nicht übergeben. Der unbekannte Täter riss ihn ihr in der Folge aus den Händen und flüchtete zu Fuß. Der Beuteschaden wird mit rund 10 000 Euro beziffert.
Am Dienstag, kurz nach Mitternacht, konnten Beamte der Bundespolizei zwei Tatverdächtige in Griesen, Landkreis Garmisch-Partenkirchen, festnehmen, denen das Betrugsdelikt in Starnberg zuzuordnen war.
Vorausgegangen war eine allgemeine Verkehrskontrolle, bei der eine Tüte mit den entwendeten Wertgegenständen festgestellt wurde. Zudem führte einer der Männer auch eine nicht geringe Menge verschiedener Betäubungsmittel mit sich.
Die 43- und 24 Jahre alten polnischen Staatsbürger wurden gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter am Amtsgericht München II vorgeführt und anschließend in Justizvollzugsanstalten untergebracht.
Polizeipräsidium Oberbayern Nord




