Sauber daneben!

Kein Freund des Glockenschlags

Vor Gericht abgeprallt

Die Glocken der Kirche St. Nikolaus in Gilching-Argelsried sind weithin hörbar. Was schon zu Urgroßmutters Zeiten so war. Gestört hat sich niemand daran, zumindest gab es keinerlei Beschwerden. Ja, bis dann jemand Gefallen an der Gemeinde Gilching fand, sich 2002 ansiedelte und sich auch ein Häuschen in direkter Nähe zur Kirche kaufte. Doch zur Kirche gehört auch ein Glockenturm mit Glocken und die schlagen in Bayern mal mehr, mal weniger. Martin Davis jedenfalls fand keinen Gefallen daran. Das permanente Läuten empfinde er als Zwang, sich ebenfalls der religiösen Übung hinzugeben, begründete er sein Missfallen. Und dies verstoße seiner Meinung nach gegen das Grundgesetz. Der Glockenstreit landete vor Gericht. Im Vorfeld versuchte es der damalige Pfarrer von St. Sebastian mit Güte. Doch zwecklos. Letztendlich entschied das Verwaltungsgericht gegen den Beschwerdeführer und pro Kirchenglocken. Wobei so manch‘ kritischer Nachbar anmerkte: „Da ziehens von überall her und dann regen sie sich über das Krähen der Hähne, die Kuhfladen auf dem Dorfweg und das Läuten der Glocken unserer Kirchen auf. Soll’ns halt bleiben, wo sie herkamen.“

Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir rechts den Spenden-Button eingerichtet. Nur als Beispiel stehen da 20 Euro mit drauf, es kann aber jeder, der uns unterstützen will, auch mehr, aber selbstverständlich auch weniger, überweisen. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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