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Gilching auf dem Weg zur demenzfreundlichen Kommune

Sabine Ayhan organisiert in Kooperation mit dem Seniorenbeirat unter anderem die Demenzwoche - Start ist am 1. Sepember

Gilching – Es gibt Berufe, da gehört eine Portion persönliche Leidenschaft mit dazu. Das ist immer dann der Fall, wenn es um Menschen, explizit um hilfsbedürftige Menschen, geht. Einen wahren Glücksgriff scheint Gilchings Bürgermeister Manfred Walter mit Sabine Ayhan als Inklusions- und Demenzexpertin getan zu haben.

Es sei kein Zufall gewesen, dass Sabine Ayhan innerhalb der Gilchinger Verwaltung vom Renten- und Sozialamt, dort arbeitete sie seit September 2014, ein Stockwerk höher ins Vorzimmer von Bürgermeister Manfred Walter versetzt wurde und seit April 2021 nicht nur Teil-Aufgaben für den Rathauschef übernimmt, sondern auch für die Bereiche Inklusion und Demenz zuständig ist. „Sie ist ein Glückgriff für uns gewesen. Frau Ayhan wurde nicht nur innerhalb des Hauses sehr geschätzt. Auch die älteren Bürger suchten stets ihren Rat und lobten ihr außergewöhnliches Engagement. Da lag es einfach nahe, ihr die Bereiche Demenz und Inklusion zu übertragen“, betonte Walter. Und Sabina Ayhan strahlt, spricht man sie daraufhin an. „Ich liebe die Arbeit mit Menschen generell, aber insbesondere mit der älteren Generation. Deshalb arbeite ich auch einmal im Monat im Senioren-Café im Betreuten Wohnen mit.“

Aktuell befindet sie sich aber mittendrin in der Vorbereitung für die nächste „Bayerische Demenzwoche“. In Gilching werden in Kooperation mit dem Seniorenbeirat in der Zeit vom 1. bis zum 29. September unter dem Motto „Festhalten was verbindet“ sowohl eine Bilderausstellung im Rathaus wie auch diverse Vorträge angeboten. ACHTUNG: Die Bilder-Ausstellung „Demensch“ mit Karikaturen von Peter Gaymann zum Thema Demenz eröffnet am Donnerstag, 1. September, 15 Uhr, im Rathaus Gilching und läuft dann bis 29. September.

Als zeitnahes Ziel sieht die 53Jährige Berlinerin, mehr noch als bisher, das Thema Demenz gesellschaftlich aufzuwerten, um den Umgang untereinander zu erleichtern. „Ich denke da auch daran, Gewerbetreibende mit ins Boot zu holen, um Menschen mit Demenz im Laden zu erkennen und nicht gleich ungeduldig zu werden, wenn es beispielsweise an der Kasse etwas langsamer geht. Dazu müssten die Mitarbeiter auch mal an einer Schulung teilnehmen.“

Ein weiteres Schwerpunktthema betrifft die Angehörigen von an Demenz erkrankten Menschen. „Sie sind meist überfordert, schämen sich oftmals sogar und scheuen sich außerdem, Hilfe anzunehmen. Dabei gibt es sehr viel Unterstützung. Es gibt auch nichts, für was man sich schämen müsste.“

Im Fokus aller Aktionen steht, Gilching unter Mithilfe der dafür zuständigen Organisationen, „wir haben ein tolles Netzwerk“, aber auch unter Mitwirkung der Bürger, zu einer „demenzfreundliche Kommune“ werden zu lassen. Ich bin regelmäßig bei den Treffen der Initiative demenzfreundlich Kommune mit dabei und sehe für Gilching durchaus eine Chance, diese Auszeichnung zu bekommen.“ Und was macht Sabine Ayhan, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, privat? „Lesen, in der Natur spazieren gehen, Yoga und natürlich die Arbeit im Senioren-Café, die mir viel Spaß macht.“  Uli Singer

Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir rechts den Spenden-Button eingerichtet. Nur als Beispiel stehen da 20 Euro mit drauf, es kann aber jeder, der uns unterstützen will, auch mehr, aber selbstverständlich auch weniger, überweisen. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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