AktuellAllgemeinHEIMISCHES GEWERBELandkreis StarnbergUnternehmen

Ein Umwelttag, der es in sich hatte

Infos gab es unter anderem zur Fernwärme und zu Kartoffeldämmen

Gilching – Die wochenlange Vorbereitung hat sich gelohnt. Zum Umwelttag in der Gemeinde Gilching, organisiert von Christine Hammel vom Amt für Energie, Klima und Umwelt, kamen am Sonntag gefühlt bis zu tausend Menschen. Wichtige Infos zur Fernwärme, Fauna und Flora, Spiele für den Nachwuchs sowie kulturelle Angebote begeisterten die Besucher.


Schlange standen schon zu Beginn der Veranstaltung Buben und Mädchen jeden Alters an einer alten Esche. Sportliches Ziel war es, sich via Seil und Muskelkraft und unter Aufsicht von Thomas Lanzl, Chef der Firma „Freeworker Gilching“, in die Krone des Baumes hochzuziehen. Besucher nutzten aber auch die Chance, den Experten nach Tipps für das richtige Pflanzen von Obstbäumen, zu Todholzentfernung sowie zum Jungbauschnitt und dessen Pflege zu fragen. Thomas Lanzl (Foto) und seine 70 Mitarbeiter gehören in der Region zu den gut gebuchten Baum- und Gartenpflegern.


Gut zu tun hatten auch Bernd Schulte-Middelich (Foto unten – links), Patrick Schulte-Middelich (mitte) sowie Philipp Schlegel (rechts) von „Silenos Energy“ aus Gauting. Sie hatten viel Wissenswertes zum Thema Tiefengeothermie zu berichten. „Der Standort im Unterbrunner Holz hat bereits wichtige Meilensteine erreicht“, erklärte Projektleiter Patrick Schulte-Middelich. So sei jetzt auch der Standort an der Staatsstraße 2069 in gesicherten Tüchern. War es doch in der Vergangenheit vermehrt zu Verzögerungen, unter anderem wegen der Vogelbrut und dem Schutz der Haselmaus, gekommen.

„Die Vögel sind mit ihrer Brut bis zum September fertig, da aber fängt die Haselmaus erst an“, erklärte Bernd Schulte-Middelich.  Die Lösung: „Wir haben nun Brutkästen für die Haselmaus im Unterbrunner Holz entsprechend weit entfernt angebracht, so dass wir im September den Wald für die Bohrungen roden können, ohne sie zu stören.“ Läuft alles nach Plan, hofft Schulte-Middelich mit dem Start der Bohrungen bis spätestens Jahresende.



Am Stand nebenan waren Jan Haas und sein Team von den Gemeindewerken (Titelfoto) dabei, den Besuchern Auskunft über die in Gilching geplante Fernwärme durch die Geothermie zu geben. „Am meisten nachgefragt wurde, wo genau die Fernwärmeleitungen verlaufen und wann die Fernwärme kommt“, erklärte Haas. Fragen gab es aber auch zu den zahlreichen Umleitungen in Gilching zwecks dem Bau der Leitungen. Haas: „Es gab aber keinerlei Beschwerden, sondern viel Verständnis und Lob für das Projekt.“

Energie und Klimaschutz war auch das Thema im ersten Stock am Stand von Herbert Schwarz (Foto mit Christine Hammel), der im Landratsamt Starnberg unter anderem die Gemeinden über mögliche Förderungen und laufende Projekte informiert. „Wir pflegen eine sehr intensive Zusammenarbeit“, betonte Christine Hammel. „Wenn ich mal nicht weiter weiß, weiß ich aber immer, wo ich anrufen kann.“


Vertreten war auch Annemarie Pentenrieder von der Solidar-Gemeinschaft Starnberger Land. Sie warb für regionale Produkte, berichtete aber auch von aktuellen Projekten. „Inzwischen haben 300 Landkreisbürger einen Bifang gepachtet, um dort Kartoffeln oder Gemüse anzubauen. Für 80 Quadratmeter Fläche kostet die Pacht 66 Euro im Jahr.“

Die Umwelt-AG des Christoph-Probst-Gymnasiums (Foto oben) lud wiederum unter Federführung von Christine Schichten (Bio- und Chemielehrerin) zu einem duftenden Kräuter-Quiz ein.   Sichtlich zufrieden schlenderte Bürgermeister Manfred Walter durch die zahlreichen Info-Stände, die Spiel- wie kulturellen aber auch sportlichen Angebote der Feuerwehr wie auch der Polizei. Berechtigtes Lob gab es seitens Walter für Christine Hammel. „Ihrem Engagement verdanken wir diesen Erfolg. Wir haben zwar mit viel Besuch gerechnet, dass aber der Andrang so groß wird, das ist echt überraschend.“


Uli Singer

Liebe Leser und auch -innen, seit gut einem Jahr präsentieren wir Ihnen auf stanet.de nun schon aktuelle aber auch historische, kuriose und lustige Geschichten aus dem Alltag. Kostenlos und ohne jeglichen Hintergedanken. Warum? Weil es Spaß macht und weil es wichtig ist, dass viele Portraits und Erlebnisse, die in den herkömmlichen Tageszeitungen oft keinen Platz finden, nicht vergessen werden sollten. Mittlerweile finden unsere Geschichten bis zu 5000 Leser. Es gibt auch viel positives Feedback. Was uns narrisch freut. Schön wäre es dennoch, wenn es hin und wider auch eine kleine Spende für die echt aufwändige Arbeit unseres Redaktions-Teams geben würde. Und wenn's pro Leser auch nur mal so ummara … wären... ist übrigens ganz einfach... Entweder auf den Spenden-Button drücken, der sich je Artikel mal ob oder mal unten befindet. Es geht aber auch noch einfacher über Paypal - als Adresse lediglich singer@singer-online.de eingeben. In diesem Sinne - Danke, fürs Zuhören und fürs Lesen Uli Singer

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner