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Das „Hot Chilli“ hat sich als beliebter Treffpunkt etabliert

Gäste kommen von weit her, um asiatische Küche und Gastfreundschaft zu genießen

Gilching – „Der Schreck war groß“, sagt Willy Müller. Musste er doch aus der Zeitung erfahren, dass für den ehemaligen „Bauernbäck“ in Gilching in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses eine Bauvoranfrage inklusive Abrissgedanken für die Gebäude behandelt wurde. Müller aber betreibt dort  seit sieben Jahren erfolgreich sein „Hot Chilli“. Nach einem Gespräch mit dem Vermieter jedoch gab es Entwarnung und die Zusicherung, dass sich die nächsten Jahre nichts ändern wird.

„Hot Chilli“, das ist Catering, Kochen, Feiern und Geselligkeit. „Für uns eine Herzenssache“, sagt Ayu Saraswati. Auf Bali geboren lernte sie dort ihren Ehemann kennen und lieben. Willy Müller, gebürtiger Weßlinger, war seinerzeit für sechs Jahre auf der Insel, um dort außergewöhnliche Rattan-Möbel für eine Seefelder Firma zu ordern. Im Jahr 1994 kehrte Müller mit Ehefrau Ayu zurück nach Deutschland, um sich hier eine gemeinsame Existenz aufzubauen. Mittlerweile hat das Paar drei Kinder (23, 20 und 14 Jahre) sowie beruflich ein florierendes Unternehmen mit sechs Mitarbeitern, das vollen Einsatz erfordert.

Vor sieben Jahren starteten sie in der ehemaligen Musikbühne „Bauernbäck“ an der Weßlinger Straße in Gilching ihr „Hot Chilli“ mit Ziel, daraus einen außergewöhnlichen Treffpunkt zu machen. Weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und beliebt sind inzwischen die „lange Tafeln“, auf denen jeden Freitag für 36 Gäste aufgetischt wird. Der Schwerpunkt liegt auf asiatischen Speisen. „Der Reiz an diesen gemeinsamen Essen liegt darin, dass man nie weiß, wer neben einem sitzt. So lernt man in guter Stimmung neue Leute kennen“, betont Müller. Die Nachfrage sei so groß, so dass die Tafeln oft auf Wochen hinaus ausgebucht sind. Ähnlich gefragt sind die Kochkurse unter Leitung von Ayu Saraswati. „Sie dauern jeweils fünf Stunden, in denen wir ein tolles Menü zusammenstellen, gemeinsam kochen und essen, erzählen, lachen und viel Spaß miteinander haben“, erzählt die 49Jährige. Ihre Kochkurse bietet sie außerdem extern für Firmen oder auf Wunsch auch für Familien an. „Wir sind so flexibel, dass es fast nichts gibt, was wir nicht umsetzen können.“ Nicht zu vergessen die Abteilung Catering, das schwerpunktmäßig an erster Stelle steht. Neu hinzugekommen ist seit wenigen Tagen zudem der Verkauf von asiatischen Zutaten aus eigener Herstellung. Unter „Bali to home“ gibt es mittlerweile verschiedene Currypasten, eine Erdnussmischung als Soßengrundlage, Dips, Sambal, einen Bali-Nuß-Mix und Shots aus Kurkuma, Ingwer und Honig. „Das wird natürlich ständig erweitert. Demnächst eröffnen wir im Internet einen Online-Shop. Bis dahin gibt es diese Spezialitäten immer freitags ab 12 Uhr und samstags ab zehn Uhr direkt bei uns“, sagt Müller.


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In Punkto Abriss der Gebäude wegen geplanten Neubaumaßnahmen sagt der 55Jährige: „Wir haben natürlich sofort mit unserem Vermieter gesprochen. Er hat Entwarnung gegeben. Er wollte nur mal schauen, was künftig hier möglich ist, hat aber versichert, dass konkret in nächster Zeit nichts passieren wird. Zumal auch gerade das Erdgeschoss im Nachbargebäude saniert wird. Bei uns rufen täglich oft bis zu 20 Menschen an und fragen nach, wie lange wir nach aufhaben. Jetzt müssen wir alles dafür tun, wieder Ruhe in unseren Betrieb rein zu bringen.“ Infos zu den kulinarischen Aktionen gibt es im Internet auf www.hot-chilli.info.

Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir gut versteckt - nein, es kommt auf das Endgerät an - einen Spenden-Button eingerichtet. Da steht bewusst keine Summe drauf, damit jeder, der uns unterstützen will, spenden kann, was möglich ist. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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