AllgemeinLandkreis Starnberg

Besuch in Herrschings Unterwelt

Via QR-Code ein kleines Geheimnis gelüftet

Herrsching – Man muss das Rad nicht immer neu erfinden, und kann dennoch dem Trend der Zeit folgen. Einmal mehr bewies Maximilian Bleimaier (Foto unten), Vorstand der Ammerseer Wasser- und Abwasserwerke mit Sitz in Herrsching, dass er nicht nur Ideen hat, sondern diese auch technisch umsetzen kann. Weshalb ab sofort Spaziergänger und generell am Abwasser interessierte Personen ohne Anmeldung in den Untergrund eines Pumpwerks eintauchen können. „Oft schon wurden wir gefragt, wie es denn im Innern des Pumphäuserl am Kienbach aussieht“, erzählt Bleimaier. Speziell Kinder blieben fasziniert vor der Unterwasser-Fassade, aufgesprüht durch den Gilchinger Graffiti-Künstler „Lando“, stehen und überlegten, ob sich wegen der mächtigen Ammersee-Renke in dem Haus vielleicht doch ein Aquarium befinde? „Nein, ganz im Gegenteil“, erklärt Bleimaier. „Die Stufen dieses Gebäudes führen den Besucher tief in Herrschings Untergrund. Doch ihn erwarten dort weder ein Aquarium und auch kein Fischteich, sondern drei große Pumpen, die das Abwasser der Menschen weiter in die Kläranlage nach Eching pumpen.“

Ups. Und wie kann ich Einblick in diese geheimnisvolle Unterwelt nehmen? „Ganz einfach“, erklärt Bleimaier. „Einfach das Smart-Phone an den neu angebrachten QR-Code an der Eingangstüre halten und schon wird der Blick ins Innere des Pumpwerks frei gegeben.“ Peu a peu sollen auch die weiteren Pumpwerke mit einem QR-Code bestückt werden, verspricht Bleimaier.

Zur Info: Jährlich werden rund 610.000 Kubikmeter Schmutzwasser vom Herrschinger Pumpwerk am Kienbach aus durch ein ausgeklügeltes Kanalsystem bis ins Klärwerk nach Eching transportiert und dort auch aufwändig gereinigt. Insgesamt betreiben die AWA Ammersee 58 Abwasserpumpen über ein Kanalsystem von insgesamt 340 Kilometer.

Uli Singer              

Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir rechts den Spenden-Button eingerichtet. Nur als Beispiel stehen da 20 Euro mit drauf, es kann aber jeder, der uns unterstützen will, auch mehr, aber selbstverständlich auch weniger, überweisen. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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