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Mit dem Unternehmer-Gen geboren

Benedict Padberg expandiert in Germering

Wörthsee – Er ist ein Vorzeige-Unternehmer, weil er erstens mit gerade einmal 27 Jahren als Vorreiter für moderne Unternehmens-Kultur gilt. Andererseits aber trotz großen Erfolgs die Zwischenmenschlichkeit nicht aus den Augen verliert: Benedict Padberg, Chef von Interlink Space, ein Co-Working-Center in Etterschlag, das nun eine Fortsetzung in Germering findet.

Benedict Padberg wurde das Unternehmer-Gen bereits in die Wiege gelegt. War doch schon Michael Padberg, der Vater von Benedict, mit seinen Geschäfts-Ideen seiner Zeit voraus. Mit der Gründung von PTC Telecom spezialisierte er sich schon frühzeitig auf die Telekommunikation und war damit in der Branche führend. Im Juni hat er sein Unternehmen mit 70 Mitarbeitern und einem Umsatz von 12,5 Millionen Euro im Jahr 2021 an SPIE verkauft. SPIE gilt als unabhängiger europäischer Marktführer für multitechnische Dienstleistungen in den Bereichen Energie und Kommunikation. Sohn Benedict hat sich frühzeitig abgenabelt und bereits als Gymnasiast mit Mitschülern ein kleines Unternehmen gegründet. Erst versuchte er es mit Jute-Taschen, dann machte er Facebook mit einem eigenen Portal Konkurrenz. „Ziel war, den Menschen einen virtuellen Treffpunkt zur Verfügung zu stellen, ohne aber die Daten für eigene Zwecke auszunutzen.“ Doch Padberg hatte längst ein weit spannenderes Projekt im Fokus. Vor sechs Jahren gründete er im Wörthseer Ortsteil Etterschlag „Impact Plaza“, das erste Coworking-Space-Center im Landkreis. Heute stehen dort für Startups, Freelancer, Autoren, Wissenschaftler und etablierte Unternehmer 20 Arbeitsplätze plus Besprechungsnischen und Aufenthaltsräumen zur Verfügung. „Wir sind meistens ausgebucht“, freut sich Padberg. Im Vordergrund all seiner Unternehmungen stehe der kontinuierliche Aufbau eines Netzwerkes für Wissensaustausch, Innovation und Weiterbildung. „Bei allem was ich tu und trotz unternehmerischer Betriebsamkeit versuche ich, das Zwischenmenschliche nie außer Acht zu lassen. Ich glaube einfach daran, wenn die richtigen Leute zusammenkommen, kann viel Positives entstehen.“ Längst aber schwebt dem umtriebigen Gilchinger die Erweiterung seines Unternehmens vor. „Ich hatte das große Glück, dass ich Jürgen Biffar von der Stiftung Digitale Bildung kennenlernte und wir jetzt zusammen auf dem ehemaligen Gelände des Möbelhauses Grollmus in Germering sowohl ein Coworking-Center mit Café, wie auch Räume für soziale Zwecke errichten wollen.“ Eine dauerhafte Heimat soll unter anderem der DigiClub finden; ein Verein, der junge Menschen mit Spiel und Spaß für die Welt der Technik begeistert und digitale Bildung fördert. Noch muss der Germeringer Stadtrat die Pläne letztmalig absegnen, sagt Padberg, dann wird gestartet. Und was sagt der Papa zu seinem umtriebigen Sohn? „Ich glaube, er ist stolz auf mich. Er war aber für mich immer nur ein Vater und nie ein Mit-Unternehmer. Von Anfang an hat er mich gelehrt, dass das Geld nicht vom Himmel fällt, dass ich für einen Erfolg hart arbeiten muss und dass ich auch selbst die Verantwortung tragen muss, wenn mal etwas schief geht.“ Uli Singer            

Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir rechts den Spenden-Button eingerichtet. Nur als Beispiel stehen da 20 Euro mit drauf, es kann aber jeder, der uns unterstützen will, auch mehr, aber selbstverständlich auch weniger, überweisen. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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