AllgemeinHund, Katz und Maus

Ochsenschwanz von Zwerg bewacht


Folgendes Szenario spielt sich derzeit in meinem Garten ab. Da gibt es ja seit 18 Monaten den fünfjährigen Maxl, der total scharf auf Ochsenschwanzteile ist. Die gibt es nur noch beim Rewe oder auf Bestellung auch beim Metzger. Also, eine seltene Delikatesse für einen Hund, der vier Jahre lang auf den Straßen Serbiens gelebt hat. Es ist ja nicht so, dass der Maxl die Teile sofort abknabbern und fressen würde. Nein, er trägt es so lange im Maul herum, bis er sich unbeobachtet fühlt, und erst dann vergräbt er sie im Garten, um sie tags darauf wieder auszugraben und zu fressen.

Jetzt kommt ja regelmäßig bei uns ein guter Freund vorbei, der sich um den Garten kümmert und der auch die von Maxl gegrabenen Löcher mit frischer Erde zustopft. Damit Maxl an einer besonderen Stelle außerdem nicht weiter gräbt, hat er zuletzt vorsichtshalber einen alten Gartenzwerg drauf gestellt. Wahrscheinlich aber war justament an dieser Stelle, also unter dem Gartenzwerg, noch ein Ochsenschwanz vergraben. Nun war guter Rat teuer. Weil nämlich Maxl Maxl ein sehr höflicher und eher fürsorglicher Hund ist, haut er nicht alles zur Seite, sondern versucht seit Tagen zwar an seinen Schatz zu kommen, will aber offensichtlich dem Gartenzwerg nichts zuleide tun. Deshalb gräbt er nun kontinuierlich äußerst vorsichtig um den Gartenzwerg herum, auch um zu vermeiden, dass er gar noch umfällt. Der arme Zwerg. Und manches Mal sitzt Maxl einfach nur grübelnd vor ihm, um durch angestrengtes Nachdenken vielleicht doch noch auf eine praktikable Lösung zu kommen… .

Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir rechts den Spenden-Button eingerichtet. Nur als Beispiel stehen da 20 Euro mit drauf, es kann aber jeder, der uns unterstützen will, auch mehr, aber selbstverständlich auch weniger, überweisen. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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