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Unvermittelbar? Ja – auch im Tierheim Starnberg sitzen sie oft für viele Jahre

Mit schwierigen Hunden erfahrene Menschen für Monty und Pascha gesucht

Starnberg – Wer kennt sie nicht, die RTL-Sendung, in der „Die Unvermittelbaren“ durch Deutschlands bekanntesten „Hundeversteher“ Martin Rütter vermittelt werden sollen. Oft erfolgreich, jedoch bleiben auch etliche dieser traurigen Vierbeiner auf der Strecke. Doch es lohnt auch ein Blick in heimische Tierheime. Da sitzen viele der Spontankäufe, ohne große Chancen, je in einer eigenen Familie anzukommen.


Geboren am 18. November 2021 zeigte Monty schon in jungen Jahren eine durchgehende Verunsicherung, was er auch heute noch durch Aggressionen kompensiert. Rassebedingt ist Monty kein einfacher Hund und auch nicht für Anfänger geeignet.

Zumal auch seine Eigenschaft als Hütehund sehr ausgeprägt ist, er sich ausgesprochen territorial zeigt und versucht, sein Territorium zu verteidigen. Leider sind bisher schon zwei Vermittlungs-Versuche gescheitert. Über Monty ist zwar nichts aus seiner Welpen-Zeit bekannt, wir vom Tierheim gehen aber davon aus, dass er während der Corona-Pandemie „unüberlegt“ aus einer Laune heraus angeschafft wurde – heißt, keine Rücksicht auf sein rassetypisches Verhalten genommen wurde.


Und nun zu unserem „Pascha“, der Ähnliches erlebte

Der wunderschöne Husky-Mischling wurde 2021 geboren und kam im Alter von neun Monaten zu ins Tierheim. Pascha bindet sich schnell und auch stark an seine Bezugsperson, neigt aber dazu, sie auch zu verteidigen. Zugrunde liegt ihm eine grundsätzliche Unsicherheit, weshalb er anfängt, in Situationen, die ihm Angst machen, sich und seine Bezugsperson zu verteidigen.

Dieses Verhalten tritt auch dann auf, fühlt er sich, durch was auch immer, überfordert. Auch bei Pascha gehen wir vom Tierheim, die wir täglich mit den uns anvertrauten Tieren zusammen sind, davon aus, dass er unüberlegt als Welpe angeschafft wurde, und dann aufgrund einer Überforderung der Halter Pascha bei uns im Tierheim abgegeben wurde. Leider scheiterte auch hier bereits ein Vermittlungsversuch.

Mit großer Sorge müssen wir feststellen, dass Hunde immer öfters spontan und unüberlegt angeschafft werden, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob man dem rassebedingten Verhalten gerecht werden kann. Generell kann ein unsachgemäßer Umgang mit Hunden sowie eine falsche Konditionierung während der so wichtigen Sozialisierungsphase in den ersten Monaten des jungen Lebens, Verhaltensauffälligkeiten hervorrufen, die später nur noch schwer oder gar nicht mehr korrigiert werden können.

Da Monty und Pascha auf Grund ihrer Vorgeschichte keine einfachen Hunde sind, suchen wir nur erfahrene und ausgebildete Hundeführer, die genau wissen, wie mit ihrem jeweiligen Wesen umzugehen ist. Wenn Sie diese Kriterien erfüllen, und Interesse haben, einer der beiden Dauergäste im Tierheim kennenzulernen, ein Anruf genügt und unser Hundeteam unter Leitung von Hundetrainer Manrico Kiel steht Ihnen unter Telefon für alle Fragen 08151-8782 zur Verfügung.


Wir appellieren schon seit Jahren an alle Verantwortlichen…

dass vor der Anschaffung eines Vierbeiners verpflichtend ein Hundeführerschein vorgelegt werden muss. In Niedersachsen ist dies längst der Fall. Was bedeutet dies? Ist die Anschaffung eines Vierbeiners geplant, absolvieren die künftigen Hundebesitzer einen 12stündigen Kurs, der von Tierärzten mit Ziel „Hunde-Führerschein“ angeboten wird. Ziel ist, dem künftigen Besitzer Grundwissen über das jeweilige Hundeverhalten zu vermitteln, damit ein verantwortungsbewusster Umgang zwischen Hund und Besitzer gefördert wird und so auch der Freude am langjährigen Zusammenleben nichts mehr im Wege steht. Die Kosten für den Hundeführerschein, inklusive einer zweiteiligen Prüfung, liegen bei etwa 120 Euro.
!!!Wer unsere Arbeit im Tierheim finanziell unterstützen möchte, das Spendenkonto finden Sie auf unserer Homepage unter www.tierheim.starnberg.de !!!

Anja Corbero
stellvertretende Vorsitzende
Tierschutzverein Starnberg und Umgebung e.V.



Uli Singer

Liebe Leser und auch -innen, seit gut einem Jahr präsentieren wir Ihnen auf stanet.de nun schon aktuelle aber auch historische, kuriose und lustige Geschichten aus dem Alltag. Kostenlos und ohne jeglichen Hintergedanken. Warum? Weil es Spaß macht und weil es wichtig ist, dass viele Portraits und Erlebnisse, die in den herkömmlichen Tageszeitungen oft keinen Platz finden, nicht vergessen werden sollten. Mittlerweile finden unsere Geschichten bis zu 4000 Leser. Es gibt auch viel positives Feedback. Was uns narrisch freut. Schön wäre es dennoch, wenn es hin und wider auch eine kleine Spende für die echt aufwändige Arbeit unseres Redaktions-Teams geben würde. Und wenn's pro Leser auch nur mal so ummara … wären... ist übrigens ganz einfach... Entweder auf den Spenden-Button drücken, der sich je Artikel mal ob oder mal unten befindet. Es geht aber auch noch einfacher über Paypal - als Adresse lediglich singer@singer-online.de eingeben. In diesem Sinne - Danke, fürs Zuhören und fürs Lesen Uli Singer

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