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„Leo“ – ein Charmeur, Gourmet  und Trainingspartner

…oder „Liebe geht durch den Magen“

Aus der Serie „Mein Lieblingstier“ Nr. 7

Landkreis – Heute steht „Leo“ im Mittelpunkt der Geschichte, ein quirliger Tierheim-Hund, der bei Gabriele Skarda in Hohenschäftlarn eingezogen ist. Die heute 70Jährige hat sich in der bayerischen Musikszene unter anderem durch ihr Engagement für Bands und Liedermacher einen Namen gemacht. Darunter „Supercharge“, Mark’n’Simon, der Schoierer Hanse und viele mehr. Warum sie letztendlich auf den Hund, insbesondere auf „Leo“ gekommen ist, soll sie selbst erzählen:


Es war im Jahr 2003, als ich nach einem überstandenen Herzinfarkt gesundheitlich in schlechter Verfassung war. Weil irgendwie nichts zu helfen schien, erinnerte ich mich an das Universum, das ja Wünsche erfüllen soll. Ich versuchte es einfach mal. Mein Wunsch lautete, dass es an meiner Seite wieder einen Hund geben soll, mit dem ich, wie früher, ausgiebige Spaziergänge machen kann. Einen, der zu mir passt und mir dabei hilft, meine alte Kondition wieder zurück zu gewinnen. Meine langjährigen Begleiter, Kater Wuschel und Hündin Jana, waren leider aus Altersgründen zeitgleich über die Regenbogenbrücke gegangen. Was sich auch auf meine Mobilität auswirkte. Die täglichen Laufrunden fielen verstärkt dem Schweinhund zum Opfer, die Kondition ließ mehr und mehr nach. Die Folge war, dass sich die gesundheitliche Spirale bedenklich abwärts drehte. Es hat zwar a bisserl gedauert, bis sich das Universum meinem Wunsch angenommen hat, doch Mitte 2004 war es endlich soweit. Im hiesigen Wochenblatt fand ich einen Artikel über das „Geltinger Tierheim“. Die Headline lautete: „Fünf Welpen suchen ein Zuhause“. Ein deutliches Zeichen, dass in Gelting ein kleiner Vierbeiner auf mich wartete. Also, nix wie hin…

In Gelting angekommen, erklärten die Tierheim-Betreiber, dass sie eine am S-Bahnhof ausgesetzte schwarze Hündin aufgenommen hatten, die fünf unterschiedlich aussehenden Welpen das Leben schenkte. Es brauchte nur wenige Minuten und ich wusste sofort, welcher dieser quirligen Welpen auf mich gewartet hatte. Es war Liebe auf den Ersten Blick.

Im August 2004 zog nun der acht Wochen alte, kurzhaarige braune Schäfer-Doberman-Mix mit weißem Brust-Lätzchen und weißen Pfoten, bei mir ein. Ich taufte ihn „Leo“ und er schien damit auch einverstanden. Was ich mir ins Haus geholt hatte, war ein Energiebündel, das fortan mein Leben umkrempelte. Nein, nicht nur ein bisschen, sondern komplett. Kein Zaun und auch keine Nachbars Gärten waren vor ihm sicher. Und mir blieb nichts anderes übrig, als mich irgendwie dem Tempo meines neuen Hausbewohners anzupassen. Ja, wir liefen und liefen und liefen … über Felder über Wiesen, durchschnüffelten die heimischen Wälder und hatten unheimlich viel Spaß miteinander.


Meine Kondition aber wurde merklich besser. Was mein Kardiologe bei einem der nächsten Besuche und nach einer gründlichen Nachuntersuchung überrascht auch feststellte. „Ja, sagens mal, Frau Skarda, was ist denn mit ihnen passiert?“, schaute er mich erstaunt an. Da erzählte ich ihm von meiner neuen Beziehung, dass der junge Hund mich tüchtig auf Trab hält und dass dies scheinbar auch meiner Kondition zugute kommt.

Mein Leo, ein echter Schmuser

Leo war auch der erste Hund, der sich auf einem, extra für ihn ausgebreiteten alten Badetuch, neben mich in mein Bett legen durfte. Ich aber nahm vor dem Einschlafen Leos dicke warmen Pfoten in meine Hände und passte meine Herzfrequenz dem langsamen Herzschlag des Hundes in Ruhestellung an. Die Folge war, dass ich schon bald auf sämtliche Herzmedikamente verzichten konnte. Dieses Ritual mit Leos Pfoten hatte in etwa die Wirkung von „Valium 10“.

Doch Leo war nicht nur ein guter Freund und für mein Leben eine absolute Bereicherung. Er war auch ein liebenswerter Charmeur, der jede nette Dame um die Pfoten wickeln konnte. Egal, ob im Sommer im Eiscafé oder aber auch, wenn ich Zuhause weiblichen Besuch hatte. Er legte den Damen wahrlich nicht nur sein Herz, sondern auch all‘ sein Spielzeug zu Füßen.

Ja, und nun komme ich auf mein neu erschienenes Kochbuch zu sprechen, das ohne Leo wahrscheinlich nie entstanden wäre. Mir war klar, diesem wunderbarer Partner, dem ich viel zu verdanken hatte, etwas Besonderes zurück zu geben. Und da kam ich auf die Idee mit “Leos Birthdayparty“. Das war ich ihm schuldig.

Geboren wurde der kleine Racker am 20. Juni 2004. So wurde es Tradition, jeweils an diesem Datum ihm zu Ehren eine Party zu veranstalten. Er liebte es, Mittelpunkt und unter Menschen zu sein. Und weil auch ich gerne Gäste habe, die ich kulinarisch verwöhnen kann, kochte ich anlässlich der jeweiligen Geburtstagsfeiern für unsere zweibeinigen Freunde ein mehrgängiges Dinner. Mein Vierbeiner aber wurde bereits zum Frühstück verwöhnt, wo er kleine Brotecken, bestrichen mit Leberwurst und Thunfischsticks bekam. Als Zwischenmahlzeit hatte ich Lachs in leichter Sahnesoße vorbereitet und abends reichte ich dem Geburtstagshund Rindernieren mit Kräuter-Reis.

Sie ahnen es bereits? Aus einer anfänglichen Idee wurde eine Passion. So entstand im Laufe der Zeit eine umfangreiche Sammlung von Rezepten für Hauptgerichte und Zwischenmahlzeiten, nicht nur für Vier- sondern auch für Zweibeiner. Und aus dieser Sammlung ist nun ein Buch mit dem Titel „Animal Dinner – Abendessen für Drei“ – für Hund, Katz‘ aber auch die menschlichen Betreuer der Vierbeiner entstanden. Wichtig dabei ist, dass sämtliche Rezepte von einer Tierernährungsberaterin aus München auf ihre Verträglichkeit geprüft wurden. Erhältlich ist das Buch mit 116 Seiten zum Preis von 16 Euro unter anderem bei Amazon – aber auch bei allen anderen Online-Plattformen, die Bücher im Angebot haben. Tipp: Buch eignet sich auch gut als kleines Mitbringsel oder als Geschenk unterm Weihnachtsbaum.

Ich wünsche nun viel Spaß beim Lesen, beim Nachkochen und vor allen Dingen recht viel Freude mit Ihrem persönlichen Lieblingstier.
Gabriele Skarda, Autorin


Uli Singer

Liebe Leser und auch -innen, gut einem Jahr präsentieren wir Ihnen auf stanet.de nun schon aktuelle aber auch historische, kuriose und lustige Geschichten aus dem Alltag. Kostenlos und ohne jeglichen Hintergedanken. Warum? Weil es Spaß macht und weil es wichtig ist, dass viele Portraits und Erlebnisse, die in den herkömmlichen Tageszeitungen oft keinen Platz finden, nicht vergessen werden sollten. Mittlerweile finden unsere Geschichten bis zu 4000 Leser. Es gibt auch viel positives Feedback. Was uns narrisch freut. Schön wäre es dennoch, wenn es hin und wider auch eine kleine Spende für die echt aufwändige Arbeit unseres Redaktions-Teams geben würde. Und wenn's pro Leser auch nur mal so ummara … wären... ist übrigens ganz einfach... Entweder auf den Spenden-Button drücken, der sich je Artikel mal ob oder mal unten befindet. Es geht aber auch noch einfacher über Paypal - als Adresse lediglich singer@singer-online.de eingeben. In diesem Sinne - Danke, fürs Zuhören und fürs Lesen Uli Singer

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Ein Kommentar

  1. Eine sehr schöne Geschichte, die zeigt wie wichtig Tiere für uns Menschen sind.
    Übrigens bin ich die Tierernährungsberaterin, die bei der Entstehung des Buches unterstützt hat. Ich habe es gerne gemacht, weil ich finde, das etwas Gelassenheit und Spaß beim Thema Hunde- und Katzenfütterung notwendig wäre. Vorausgesetzt die Tiere sind gesund.

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