AllgemeinGewerbeLandkreis Starnberg

Arbeiten in einer Wohlfühlatmosphäre

Die Dr. Hönle AG feierte offizielle Eröffnung in Gilching

Gilching – In einer Zeit, in der in vielen Unternehmen nicht unbedingt das Wohl der Mitarbeiter mit an vorderster Stelle steht, scheint es fast so, als sei man bei der Firma Dr. Hönle AG im Gilchinger Ortsteil Argelsried im Paradies angekommen. Deshalb war es auch nicht ungewöhnlich, dass bei der offiziellen Einweihungsfeier am heutigen Freitag nicht nur die Ehrengäste, sondern auch der Mitarbeiterstamm eingeladen war, mit dabei zu sein. Ein Leitspruch des Unternehmens lautet: „abissalwosgehtoiwei“.

Im Jahr 1976 unter anderem von Prof. Dr. Karl Hönle am Standort Dachau gegründet, gehört die Hönle-Gruppe heute zu den weltweit führenden Anbietern für industrielle UV-Technologie. Stolz zeigte sich am heutigen Freitag der Firmengründer bei der Einweihung des neuen Firmensitz auf die Entwicklung generell aber auch auf das neue Firmengebäude an der Nicolaus-Otto-Straße 2. „Das ist nun unser sechster Standort. Selbstverständlich freut es mich, dass wir jetzt in einem Gebäude angekommen sind, wo auch der Platz ausreicht. Es ist ein Bau, der alles, was bisher da war, in den Schatten stellt“, erklärte Karl Hönle. Auffallend die großzügigen und durch ein gut durchdachtes Farben- und Lichtspiel inklusive viel Pflanzen gestalteten Aufenthaltsräume, Kreativecken und Besprechungszimmer sowie Produktionshallen und Bürokomplexe. Auf einen Rundgang durch die drei Stockwerke lud Vorstandsvorsitzender Norbert Haimerl ein. Er bedauerte die verspätete Einweihungsfeier, dies sei jedoch Corona geschuldet. Hönle ist bereits seit einem Jahr am neuen Standort. Anlass für den Umzug von Gräfelfing nach Gilching seien unter anderem die umsatzstarken Jahre 2018/2019 gewesen, betonte Haimerl. „Wir hatten unheimliche Platzprobleme. Außerdem lief unser Mietvertrag aus.“ Da blieb nichts anderes, als sich auf die Suche nach einem Grundstück zu machen und entsprechend des Bedarfs auch selbst zu bauen. Gelegen kam, dass die Gemeinde Gilching zeitgleich Grundstücke im Ortsteil Argelsried aufkaufte, um dort ein weiteres Gewerbegebiet anzusiedeln. Hönle stieg ein, investierte inklusive Grundstück 40 Millionen Euro und startete neu durch. „Es ist optimal. Der Standort liegt direkt an der Autobahn. Außerdem nicht weit vom alten Standort entfernt, so dass wir fast keine Mitarbeiter verloren.“ Insgesamt hat der Gebäudekomplex 15000 Quadratmeter, wobei 5500 Quadratmeter für die Produktion zur Verfügung stehen, 5000 Quadratmeter Lagerflächen sowie 4500 Quadratmeter Büros etc. Auf dem heimischen Parkplatz gibt es außerdem ausreichend Ladestationen sowohl für E-Autos wie auch für E-Bikes.

Dringend gesucht: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in allen Bereichen

Apropos Mitarbeiter: Am Gilchinger Firmensitz zählt das Unternehmen rund 200 Mitarbeiter in den Abteilungen Entwicklung, Produktion und Logistik, sowie 20 Auszubildende. Im Übrigen, so Haimerl, sei auch der Frauenanteil hoch. „Entwicklungsleiterin ist beispielsweise eine Frau“, sagt Haimerl nicht ohne Stolz. „Wir sind optimal für stetiges Wachstum aufgestellt, aktuell haben wir eine außergewöhnlich hohe Auftragslage. Das Einzige was wir dringend brauchen, sind mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Logistik- und Fertigung bis hin zum Entwicklungsingenieur.“

In der Cafeteria heißt es „abissalwosgehtoiwei“

Grußworte und viel Lob gab es durch den stellvertretenden Landrat Matthias Vilsmayer, durch Bürgermeister Manfred Walter, Dr. Karl Hönle sowie durch Christoph Winkelkötter von der GWT Starnberg.

„abissalwosgehtoiwei“ – steht als Leitspruch über der Theke in der Cafeteria

Zum Schluss noch ein Highlight, das laut Haimerl nur von Menschen gelesen werden kann, die der bairischen Sprache passiv wie aktiv mächtig sind: Über der Theke der Cafeteria wird als leuchtender Schriftzug auf „abisslwosgehtoiwei“ hingewiesen.

Uli Singer

KURZVITA zu mir, als Initiatorin der Online-Zeitung: Geboren 1946 in München, Untergiesing war für viele Jahre meine Heimat. Wir hatten einen Zooladen an der Humboldstraße, was für mich bedeutete, sieben Tage die Woche neben der Schule auch "meinen Mann" im Laden zu stehen. Naja, geschadet hat es nicht. Seit etwa 30 Jahren bin ich als Journalistin und Fotografin unterwegs, schreibe Bücher und bin außerdem Vorsitzende des Vereins Kinderinsel. Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines aufregenden Lebens... Mehr dazu kommt demnächst in meiner Biografie unter dem Titel "Madl, laß da net ins Hirn scheißen". Ein Tipp, den mir der bayerische Volksschauspieler Hans Brenner mal mit auf den Weg gab. Hier noch eine kleine Bitte: Die neue Online-Zeitung macht zwar unheimlich viel Spaß, aber auch ganz viel Arbeit. Beteiligt ist ein Team von rund fünf Mitarbeitern. Die wollen zwar alle kein Gehalt, aber es sollte wenigstens ein Obolus für durchgearbeitete Nächte, Fotos und sonstige Dienstleistungen drin sein. Dafür haben wir gut versteckt - nein, es kommt auf das Endgerät an - einen Spenden-Button eingerichtet. Da steht bewusst keine Summe drauf, damit jeder, der uns unterstützen will, spenden kann, was möglich ist. Und wenn's nur ein Euro ist und diesen rund eine Millionen Menschen überweisen, Juhuuu, nicht auszudenken. Vielen Dank und viel Spaß beim Schmökern...

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