Grünes Licht für Verkauf des „Bayerischen Hofs“ in Starnberg
Kein Verstoß beim vereinbarten Kaufpreis von 100.000 Euro
Starnberg – Der umstrittene Verkauf des geschichtsträchtigen Hotels „Bayerischer Hof“ in Starnberg – errichtet 1864/65 – ist rechtens. Wie Bürgermeister Patrick Janik in der jüngsten Stadtratssitzung mitteilte, sieht die Rechtsaufsicht des Landratsamtes keinen Verstoß beim vereinbarten Kaufpreis von 100.000 Euro. Damit ist der Weg frei für den Starnberger Unternehmer Peter Löw und sein „European Heritage Project“.
Löw plant, das seit 2018 leerstehende Denkmal für geschätzte 15 Millionen Euro originalgetreu zu sanieren, statt auf Neubau oder Tiefgaragen zu setzen. Ein Gastronomiebetrieb im Erdgeschoss ist fest eingeplant. Die Bedenken von FDP-Stadträtin Anke Henniger, die wegen eines möglichen Verkaufs unter Wert (Art. 75 BayGO) die Regierung von Oberbayern eingeschaltet hatte, konnten entkräftet werden. Auf Empfehlung der Aufsichtsbehörde wurde lediglich eine Nachbesserung im Vertrag ergänzt: Eine Klausel sichert die Stadt nun rechtlich ab, sollte das Sanierungsprojekt nicht wie geplant umgesetzt werden. „Damit können wir eines unserer offenen Probleme reinen Gewissens von der Liste streichen“, so Janik. Details folgen in einem anstehenden Pressegespräch.
Thomas Lochte



