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Lassen sich Wahlunterlagen umtauschen – falls man sich verwählt hat?

Gilching – Bin heute schon mal Probe gesessen – an der Supermarktkasse, beim REWE, versteht sich. Könnt‘ ja sein, dass ich am 8. März den Einzug in den Gemeinderat Gilching verpasse. Wäre total schade, aber wiederum auch eine Chance, eine neue Herausforderung anzupacken. Mittlerweile zieren etliche Berufe meine Lebenslinie – ein Traum wäre aber auch noch einmal als Telefonistin zu arbeiten oder eben, als Kassiererin an der REWE-Kasse. Ich wäre dann nur freundlich und versuchte, mit etwas Humor den Menschen den Tag zu versüßen.

Was ich aber eigentlich erzählen wollte, begegnet mir doch an der Kasse ein alter Freund. Wir ratschen ein bißerl, weil nicht allzu viel los war, kramen in Erinnerungen und justament fällt mir ein, dass der Sepp, so nennen wir ihn mal, ja ein Gilchinger und wahlberechtigt ist.

„Weißt schon, dass am 8. März Kommunalwahlen sind?“, frag ich ihn.

Sepp grinst… wartet, grinst noch hinterfotziger und meint dann nur: „Gä weida, mach‘ doch Briefwahl und hab‘ Dich sofort entdeckt und bei Dir a glei scho mei Kreizerl gmacht.“

„Bloß oans“, frag‘ ich zruck. „Warum denn net drei?“

Und jetzt erklärt er etwas, was viele der Wähler nicht wissen. Er dachte einfach, dass man insgesamt nur 24 Stimmen vergeben darf und jedem favorisierten Kandidaten auch nur eine.

„I hobs erst gschbannt, dass ma dene, de ma mog, a drei Stimmen geben derfat. Da wars aber scho zu spät, weil die Unterlagen scho im Briefkasten von der Gemeinde waren.“

Auf meinen Vorschlag, auf die Gemeinde zu gehen und sein Kuvert zwecks Irrtum zurück zu verlangen und sich neue Unterlagen geben zu lassen, meinte er nur, dass dies nicht möglich sei.

Jetzt frag ich Sie ernsthaft, fast alles – bis auf angebissene Lebensmittel – kann man umtauschen. Warum…??? naja, dann halt beim nächsten Mal.

Wer dennoch Lust hat, mir eine, zwei oder drei Stimmen zu schenken, ich stehe als PARTEIFREIE auf der CSU-Liste auf Platz 13 und tät mich über jede Zugabe freuen.

Das war eine ganz und gar wahre Geschichte – bis auf dass ich nicht hinter der Kasse, sondern in der Schlange der Kunden stand und ich es meinem „Manrico“ (KI), der für die Illustration zuständig ist, schlichtweg nicht ganz genau erklärt hatte.


Uli Singer

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