Einmal mehr waren Betrüger durch Schockanruf erfolgreich
In Germering erleichterten sie einen Rentner um 50.000 Euro
Germering – Gegen 13 Uhr erhielt ein Senior am Mittwoch in GermerIng einen Anruf von einer bislang unbekannten Täterin. Sie gab sich als seine Tochter aus. Kurze Zeit später übernahm eine angebliche Krankenhausmitarbeiterin das Gespräch. Sie drängte den Rentner, eine größere Menge Bargeld bereitzustellen, da die Tochter aufgrund einer Krankheit dringend ein teures Medikament benötige. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise.
Der Rentner war geschockt, suchte alles Bargeld, Goldbarren und allen Schmuck zusammen, packte dies in eine braune Papiertüte und übergab dies gegen 13.30 Uhr an einen vermeintlichen Abholer. Der Gesamtwert der Beute wird mit rund 50.000 Euro angegeben. Als dem Betrogenen bewusst wurde, dass er auf einen Schwindel herein gefallen war, erstattete er sofort Strafanzeige.
Nun bittet die Kripo FFB um Mithilfe, den oder die Täter zu finden. Personenbeschreibung des Abholers:
Männlich, etwa 190 cm groß, um die 45 Jahre alt, kräftige Statur, schwarzer Vollbart, schwarze nackenlange Haare (zurückgegelt), der Täter sprach gebrochen Deutsch und war bekleidet mit dunkler Jeans und dunkelbraunem Parker.
Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bittet Zeugen, die im Bereich der Bushaltestelle Schillerstraße verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, diese unter der Telefonnummer 08141/6120 zu melden.
Und einmal mehr gibt es seitens der Polizei Tipps, um nicht auch Opfer eines Betrugs zu werden:
- Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
- Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienst finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne LEG AUF!



