Das Thema „Gilchinger Glatze“ kommt nach den Sommerferien auf den Tisch
Dana Breitenbach vom Planungsverband informierte über 20 Jahre Entwicklung
Gilching – Die Gilchinger „Glatze“ – eine unendliche Geschichte? Erstmals wurde vor 35 Jahren beschlossen, die Gilchinger Glatze zu bebauen. Doch erst im Jahre 2005 wurde dafür ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt. Sieger war damals Architekt Marc Rommel, der jedoch vor etwa acht Jahren für die Kommune nicht mehr erreichbar war.
In einem Rückblick ging Dana Breitenbach vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München in der Ratssitzung am Dienstag auf die oft schleppende bis stagnierende Entwicklung ein. Ziel sei es jetzt, nach den Sommerferien mit einem Workshop neu ins Thema einzusteigen und dann versuchen, die Planung zügig voran zu bringen.
Positiv sei, so Breitenbach, dass sämtliche Grundstücksbesitzer dem Projekt vertraglich noch verbunden sind. Während bisher stets von 42 Grundstückseigner die Rede war, sprach Breitenbach am Dienstag jedoch neu von 60 Grundstückeigner. Dass die Glatze zu jenen Projekten gehöre, die durch ständige Veränderungen – wie unter anderem durch neue Bodenpreise und Neuplanungen im Umfeld sowie schnell verändernder Rahmenbedingungen – schwierig zu handhaben sei, räumte die Expertin ein. Zumal das sie erst seit 2021 mit dem Thema Glatze befasst sei.
Vorrangig stehe nun das Thema Mobilität auf der Agenda. Wie berichtet, soll das Quartier „Glatze“ laut Planung vom Herbst 2025 unter Bürgermeister Manfred Walter komplett autofrei konzipiert werden. Wogegen sich massiv – auch im Ratsgremium – Widerstand formierte. Eine Diskussion zu den Ausführungen von Breitenbach ließ Bürgermeister Stefan Siegl nicht zu. „Wir machen nach den Sommerferien weiter“, vertröstete er die Räte, die noch etwas sagen wollten.
Abschließend versicherte Bauamtsleiter Max Huber, dass trotz diversen PLanungs-Änderungen die ursprünglichen Rahmenbedingungen Bestand hätten. Nun müsse erst einmal ein gültiger Bebauungsplan aufgestellt werden, „erst danach können wir auch die städtebaulichen Verträge mit den Eigentümern abschließen“.
Uli Singer



