Bundesministerin Dorothee Bär zu Besuch beim DLR in Oberpfaffenhofen
Oberpfaffenhofen – Raumfahrt zum Anfassen gab es am 30. April beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen. Bundesministerin Dorothee Bär, zuständig für Forschung, Technologie und Raumfahrt, informierte sich vor Ort über aktuelle Projekte des DLR – von Nachwuchsförderung über Robotik bis hin zu Mond- und Marsmissionen.
Begrüßt wurde die Ministerin von DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, ihrem Stellvertreter Stéphane Beemelmans sowie Vorstandsmitglied Prof. Karsten Lemmer. Und schon ging es um die Forscherinnen und Forscher von morgen. Im DLR_School_Lab traf Bär Schülerinnen und Schüler einer 12. Klasse, die gerade selbst experimentierten. Beim Aufbau „Human Exploration“ durfte die Ministerin sogar einen robotischen Rover fernsteuern – und gemeinsam mit der Schulgruppe testen, welche Antriebstechnik sich für welches Gelände auf fremden Himmelskörpern eignet. In Oberpfaffenhofen betreibt das DLR eines von insgesamt 17 Schülerlaboren, in denen junge Menschen Forschung hautnah erleben können.
Wie wichtig Roboter für künftige Missionen im All werden, erläuterte anschließend Prof. Alin Albu-Schäffer, Direktor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik. Vorgestellt wurde unter anderem der Mehrzweck-Rover „TransRoPorter“, mit dem das DLR autonome robotische Fähigkeiten weiterentwickeln will. Auch der humanoide Roboter „neoDavid“ beeindruckte: robust, beweglich und geschickt – und damit dem Menschen in manchen Fähigkeiten bereits erstaunlich nahe.

Ein weiterer Schwerpunkt war die astronautische Raumfahrt. In der Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining entsteht derzeit das Human Exploration Control Center. Es soll künftig als europäisches Kontrollzentrum für astronautische und robotische Missionen zum Mond und Mars dienen. Im Kontrollraum erhielt die Ministerin zudem Einblicke in den Betrieb des Columbus-Weltraumlabors auf der Internationalen Raumstation ISS.
Zum Abschluss ging es ins TechLab des DLR-Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme. Dort präsentierte Institutsdirektor Prof. Alberto Moreira Ergebnisse der deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X. Deren Daten ermöglichen unter anderem ein hochgenaues dreidimensionales Höhenmodell der Erde. Auch die geplante Nachfolgemission „MirrorSAR“ wurde vorgestellt – eine innovative Radartechnologie, die noch präzisere Daten liefern soll.
Begleitet wurde der Besuch von den Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz und Michael Kießling sowie von Prof. Hans Theiss.
INFOS/Fotos: DLR Oberpfaffenhofen



