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Bond-Bösewicht, Möwe und 1000 Gäste: Herrsching feiert seine Schiller-Show

Herrsching – 1000 Besucher im Festzelt, Musik von „Daddy Cool“, zwei Leinwand-Promis, ein tanzendes Möwenmaskottchen und viele Geehrte: Der Herrschinger Jahresempfang fand in diesem Jahr im Rahmen der 1250-Jahrfeier der Gemeinde im Festzelt am Alten Sportplatz am See statt. Damit konnten nicht nur wie bisher knapp 400 handverlesene Gäste kommen, sondern alle, die Lust dazu hatten.


Seit 18 Jahren macht Bürgermeister Christian Schiller aus dem Jahresempfang eine Veranstaltung, die inoffiziell als „Schiller-Show“ gilt. Auch diesmal moderierte er einen kurzweiligen Abend mit Musik, Überraschungsgästen sowie verdienten Sportlern und Bürgern.

Der stärkste Auftritt aber war zweifelsohne der Auftritt von Krimi-Autorin und Veranstalterin des Krimi-Festivals Sabine Thomas (Foto links im Gespräch mit Bürgermeister Christian Schiller). Sie überraschte mit zwei Leinwand-Promis. Schauspieler Detlef Bothe erschien im schwarzen Mantel. Seine Rolle als Mitglied der Verbrecherorganisation im James-Bond-Film „Spectre“ nahm man ihm sofort ab, sein neues Projekt, das statt „Nosferatu“ „Transferatu“ heißt, ebenso. Für die paar Sekunden im Bond-Film sei übrigens vier Tage lang gedreht worden, berichtete Bothe.

Ihre Handykameras zückten die Besucher auch, als Schauspieler Castro Dokyi Affum auf die Bühne kam. In der kommenden Eberhoferverfilmung „Steckerlfischfiasko“, die Mitte August Premiere hat, spielt er einen Golflehrer. Mit ein paar spontanen Fitnessübungen brachte er das Herrschinger Festzelt in Schwung.

Und einmal wieder „die Hände hoch“ – Schauspieler Castro Doky Affum (links) brachte Gastgeber Schiller (Mitte) wie Schauspieler Detlef Bode so richtig in Schwung

Viel Applaus gab es für den „Herrschi“-Darsteller Sebastian Egginger. In seinem mannsgroßen Möwenkostüm ist er Maskottchen und beliebtes Fotomotiv. Korbinian Darchinger wiederum sorgt mit seinen witzigen Hausmeister-Filmchen in den sozialen Netzwerken für Lacher. Eine Kostprobe bekam das Zelt über die Leinwand geliefert.


Im Rahmen von kurzweiligen Interviews stellte Schiller schließlich seine Geehrten vor. Dazu gehörten Naturschutzwächter Jochen Purzer, TSV-Vorsitzende Hannelore Dosch, Jens Waltermann vom Gymnasium-Förderverein, der Verein „Wir schaffen das“, der sich um Geflüchtete kümmert, sowie Monika Walter vom katholischen Frauenbund und Pfarrgemeinderat. Herzlich wurde Peggy Loschko, jahrzehntelange Bedienung im Seehof empfangen. Sie betreibt inzwischen in ihrer Heimat Ghana ein Hotel, das mit Hilfe Herrschinger Handwerker errichtet wurde, wie das Publikum erfuhr. Bei der Festwoche ist sie wieder in ihre Rolle als Herrschinger Bedienung geschlüpft.


Bei der Sportlerehrung ließen sich die Fußballer der 1. und 2. Herrenmannschaft für ihren Aufstieg feiern, die Handball-Damen 3, die Männer und die Frauen der A-Jugend, die Volleyballer U 12 und der Herren II, die den Bayerischen Pokalsieg erreichten. Schiller erklärte: „Das ist so etwas wie der DFB-Pokal im Fußball.“ Bei den Einzelsportarten bekamen die Beachvolleyballer Jonas Kaminski, Janik Sambale, Marten Endres und der 16-jährige Ben Bockfeld sowie die Sport-Balletttänzerin Amelie Bancilhon jeweils einen Plüsch-Herrschi überreicht. Die deutsche Meisterin tritt in Slowenien bei den Weltmeisterschaften an.

Text/Fotos: pst


Uli Singer

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