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Lebendiges Gilching lädt zum Gespräch: Gast am kommenden Sonntag ist Gabriele Taubenhuber

Die engagierte Naturschützerin freut sich über konstruktive Beiträge

Gilching – Wer den Gilchinger Gemeinderat besucht, kennt ihre Stimme: Klar, eindringlich und voller Leidenschaft hält Gabriele Taubenhuber im Rahmen der Bürgersprechstunde immer wieder Plädoyers zum Schutz der Natur. Mit fundiertem Wissen und Empathie mahnt sie ein fürs andermal, ökologische Verantwortung zu übernehmen – für die Umgebung, für die Tiere und Pflanzen – für kommende Generationen. Und weil sie das Gefühl hat, ihre Worte verhallten, insbesondere bei den Verantwortlichen, irgendwo im luftleeren Raum, fing sie vor drei Jahren an, Bücher zu schreiben. Für kommenden Sonntag lädt „Lebendiges Gilching“ zu einem Gespräch mit der Autorin ins „La Terza“ ein.


Auch wenn sich Gabriele Taubenhuber immer wieder mal so fühlt, als fände sie keine offenen Ohren für ihre vielfältigen Themen, Fans hat sie. Unter anderem Rosmarie Brosig und Oliver Kübrich, die von Taubenhuber zu einer kleiner Privataudienz am „Treffpunkt Kraftbaum“ im Rathauspark eingeladen waren, als erste einen Blick in ihr neuestes Werk zu werfen. Im Vorwort dazu schreibt die 80Jährige unter anderem:

„Sucht der Mensch die Liebe – die wahre und echte – so gibt es nur eine Antwort: Gleich welchen Glauben man hat, es ist die Ehrfurcht vor dem Leben, die Güte, die Gewaltlosigkeit, das Nicht-Töten und das Nicht-Schaden-Zufügen. Diese Werte gelten nicht nur im Umgang mit anderen Menschen, sondern auch gegenüber der tierischen Spezies…“.

Gabriele Taubenhuber mit zwei ihrer Fans: Rosmarie Brosig und Oliver Kübrich

Traurig findet Taubenhuber, dass es für ihre Bücher keinen Platz in der gemeindlichen Bücherei gibt. „Es bereitet mir einfach körperliche Schmerzen, wenn ich sehe, dass es auf unseren landwirtschaftlich genutzten Feldern keinen Platz mehr für Pflanzen und Blumen gibt und somit auch keine Nahrung mehr für unsere Insekten und Vögel. Und darauf will ich aufmerksam machen. Deshalb verstehe ich nicht, dass es seitens der Verantwortlichen so wenig Unterstützung gibt.“ Stolz allerdings sei sie dann doch gewesen, als sie auf einer der letzten Sitzungen des Gemeinderats ein selbstgeschriebenes Gedicht vorgetragen habe und seitens der Ratsmitglieder viel Applaus bekam. „Das Gedicht mit dem Titel ‚Ein Traum‘ habe ich Bürgermeister Manfred Walter gewidmet. Es handelt von einer Krähe, die sich über die Menschen beschwert, die ohne Nachzudenken die Natur weiter kaputt machen.


Uli Singer

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