Trommeln gegen Barrieren – Starnberger Kirchplatz wird zur Inklusions-Bühne
Rollstuhl-Parcours, Samba und Appelle zu mehr Für- und Miteinander
Starnberg – Der Starnberger Kirchplatz wird am Dienstag, 5. Mai, zur Bühne für gelebte Inklusion. Unter dem Motto „Gemeinsam stark für Inklusion“ erwartet Besucher von 15.30 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Percussion und Samba, Assistenzhunde-Vorführung, Rollstuhl-Parcours, barrierefreiem Singen und einer symbolischen Menschenkette zum Abschluss.
Veranstalter sind die ARGE Inklusionsbeirat Landkreis Starnberg und die Behindertenbeauftragte Petra Fontana. Moderatorin ist Minka Omeragic, amtierende Mrs. Oberbayern. Auch Landrat Stefan Frey wird zur Eröffnung erwartet. „Gemeinsam wollen wir ein verbindendes Zeichen für eine inklusive Gesellschaft setzen“, so Frey.
Zu den Höhepunkten zählen die Percussions-Gruppe des Sozialpsychiatrischen Dienstes, Freya Hesener mit Assistenzhund Barni sowie barrierefreies Singen mit dem blinden Musiker Claus Angerbauer (Vorsitzender der ARGE Starnberg). Beim Rollstuhl-Parcours werden Hindernisse des Alltags erfahrbar, Info-Stände und eine kreative Mitmachaktion laden zum Austausch ein. Für mitreißenden Rhythmus sorgt die Samba-Gruppe Sam Bavaria. Gegen 17 Uhr bildet eine Menschenkette rund um den Kirchplatz ein sichtbares Zeichen für Teilhabe und Zusammenhalt. „Inklusion ist kein Nice-to-have, sondern ein Grundrecht“, betont Petra Fontana.
Und weiter geht es am 9. Mai. Im Rahmen der Aktionstage läuft im Breitwand Kino in Gauting um 17 Uhr der Film „Glück auf einer Skala von 1 bis 10“ – eine ebenso humorvolle wie berührende Geschichte über Freundschaft und Vorurteile. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind unter Telefon 08151/971800 erforderlich. Dank barrierefreiem Kinosaal und Filmfassung über die Greta-App ist auch hier Inklusion Programm.
Hintergrund der Aktionen: Jedes Jahr wird am 5. Mai der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung begangen. Ziel ist es, auf die Belange von Menschen mit Behinderungen aufmerksam und Barrieren sichtbar zu machen und das Bewusstsein für mehr Selbstbestimmung zu stärken. Denn trotz bedeutender Fortschritte in den letzten Jahren bleibt die selbstverständliche Teilhabe vieler Menschen am öffentlichen Leben eingeschränkt. Ein selbstbestimmtes Leben ist nach wie vor nicht für alle möglich.
Uli Singer



