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NEU als Podcast: Manfred Herz – Gestartet im „Tante Emma Laden“ der Eltern

Manfred Herz - Vorsitzender der Mittelstandsunion im Interview

UND HIER DIE GESCHICHTE DAZU ALS PODCAST: KLICK AUF START – Viel Spaß!

Gilching – Das Gen des erfolgreichen Kaufmanns wurde Manfred Herz bereits in die Wiege gelegt. Zum einen half der heute 63jährige von Kindesbeinen an in Papas „Tante Emma Laden“ an der Sonnenstraße in Gilching mit. Andererseits erwarb er schon als Jugendlicher geschäftliche Finessen, indem er sich als passionierte Monopoly-Spieler im Freundeskreis einen Namen machte. „Und meistens hab‘ ich auch gewonnen“, betont Herz. Fähigkeiten, die ihm später im beruflichen Leben durchaus von Nutzen waren. „Ich hab‘ einfach mein Hobby zu meinem Beruf gemacht“, sagt Herz.


Anerkennung gebührt ihm allemal. Manfred Herz, 1961 als Sohn von Eva und Siegfried Herz geboren, wuchs damals im elterlichen „Tante Emma“-Laden mit integrierter Bäckerei an der Sonnenstraße in Gilching, heute REWE-„Nahkauf“, auf. Von Kindesbeinen an kannte er nichts anderes, als dass Erfolg nur mit Fleiß und Arbeit erreicht wird.

„Mein Vater war Bäcker und so stand mein Laufstall während meiner ersten Lebensjahre auch in der Backstube. Ich weiß aber nur noch, dass es immer sehr gut gerochen hat.“ Als kleine Episode so nebenbei erzählt Herz noch von nächtlichen Besuchen des Bäckermeisters Nikolaus Reis, der bereits 1903 die Bäckerei an der Münchner Straße im Nachbarort Argelsried gegründet hatte. „Nikolaus Reis war der Großvater von Niko Reis, der heute in fünfter Generation die zwei Cafés im Ortszentrum und im Gewerbegebiet Süd betreibt. Gelegentlich ist Nikolas Reis nachts schnell mal vorbei gekommen, wenn ihm beispielsweise Zutaten ausgegangen waren. Konkurrenzdenken gab es nicht. Witzigerweise kann ich mich nur an die Säckchen voll Salz erinnern, die sich Nikolaus Reis damals ausgeliehen hatte.“


Sobald Manfred Herz laufen konnte, spätestens aber ab dem Zeitpunkt, als er die Schule besuchte, war es für ihn selbstverständlich, im elterlichen Geschäft mit auszuhelfen und so auch mitzubekommen, auf was es im beruflichen Leben ankommt. „Heute würde sofort der Jugendschutz einschreiten. Damals aber gab es das Wort Kinderarbeit im negativen Sinne noch gar nicht und ehrlich, mir hat es nicht geschadet.“ Zumal auch viel Zeit zum Spielen und Freunde treffen blieb. „Damals hat sich unser ganzes Leben an der Sonnenstraße abgespielt. Für mich interessant ist allemal, dass viele meiner heutigen politischen Mitstreiter und Partner mit mir in der Ecke Dorniersiedlung aufgewachsen sind. Unter anderem auch Bürgermeister Manfred Walter, den ich seither kenne.“


1987 stieg Manfred Herz nach Abschluss des BWL-Studiums 26Jährig mit viel Ideen ins Geschäftsleben ein. Zusammen mit den Eltern eröffnete er das „Kaufhaus Herz“ an der Sonnenstraße. Zeitgleich streckte er aber auch schon die Fühler in Richtung Immobilien aus. „Für Immobilien und der Idee, bestehende Gewerbeflächen sinnvoll zu nutzen und sie zu revitalisieren, hatte ich schon seit meinen Monopoly-Spielen ein Faible. Mittlerweile kann ich auf weit über 60.000 Quadratmeter Gewerbeflächen und Wohnungen schauen, die ich mit meinem Unternehmen, der Herz-Gruppe, erfolgreich entwickelt habe.“



„Bedauerlicherweise haben in jüngster Zeit viele Einzelhändler, aufgegeben“, stellt Herz fest. Der Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion Starnberg führt dies einerseits auf das neue Einkaufsverhalten der Menschen zurück. „Sie gehen immer mehr dazu über, gemütlich von der Couch aus online ihren Einkauf zu erledigen. Deshalb ist es für uns Einzelhändler wichtig, den Wandel im Handel rechtzeitig zu erkennen und Nischen zu nutzen, um so up to date zu bleiben.“


Zum Erfolg braucht es ein funktionierendes Netzwerk

Bei all seinem beruflichen Einsatz engagiert sich Manfred Herz politisch als CSU-Gemeinde- und Kreisrat sowie als Kreis-Vorsitzender der Mittelstands-Union Starnberg. Für 18 Jahre kommunales Engagement wurde Manfred Herz in Zeiten von Corona – deshalb auch die Masken – im Auftrag von Innenminister Joachim Herrmann eine Ehrenurkunde verliehen. Die Urkunde überreichte Bürgermeister Manfred Walter im Rahmen einer Ratssitzung im Rathaus Gilching.

Herz‘ Fazit: „Um beruflich wie auch auf gesellschaftlicher und sozialer Ebene etwas zu erreichen, braucht es ein gut funktionierendes Netzwerk. Ich war damals einer sehr engagierten JU beigetreten. Wir, dazu gehörten unter anderem meine Jugendfreunde Michael Weist und Alfred Gesierich, organisierten Infoabende und Podiums-Diskussionen zu allen aktuellen Themen, unter anderem auch zur damals geplanten Westumgehung. Wir waren seinerzeit auch die Initiatoren für die italienische Städte-Partnerschaft mit Cecina, die bis heute gepflegt wird.”


Uli Singer

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