Gilchinger Kreuzung an der Römerstraße zu gefährlich für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer
Bauliche Maßnahmen sollen nun für mehr Sicherheit sorgen
Gilching – Seit Jahrzehnten doktert die Gemeinde Gilching nun schon an einem umsetzbaren Mobilitätskonzept herum. Gutachter wurden befragt, externe Büros zur Erstellung diese Mammutwerkes gewechselt. Dennoch scheint es, als sei die Kommune wieder am Nullpunkt angelangt. Nun soll unabhängig vom Mobilitätskonzept ein längst angeprangerter Gefahrenpunkt für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer entschärft werden. Dazu lädt die Gemeinde am kommenden Montag, 13. Juli, 18.30 Uhr zur Sitzung des Bauausschusses in den Sitzungssaal im Rathaus ein.
Wie die Gemeinde mitteilt, wurde vom Bayerischen Staatsministerium des Innern explizit die rechtswidrigen Beschilderung des benutzungspflichtigen Fuß- und Radweges an der Ecke Römerstraße/Landsberger Straße gerügt und um Mitteilung über die Erledigung gebeten. Laut Vorlage, müsste der Radfahrer beim Überqueren der Kreuzung absteigen. Zudem ist der Weiterlauf des Fuß- und Radweges nicht klar erkennntlich.
Des Weiteren entspreche das Geländer entlang der Unterführung des Fuß- und Radweges nicht den vorgegebenen Sicherheitsvorgaben. Das Geländer müsste demnach 1,30 m hoch sein, tatsächlich sei es aber nur 0,85 m bis 1,25 m hoch.
Nach Inaugenscheinnahme durch die Verwaltung sei nun festgestellt worden, dass die derzeitige Verkehrsführung mit freigegebenem Rechtsabbiegen während der Rot-Phase der Ampel erhebliche Konflikt- und Gefahrenpotenziale für den nicht motorisierten Verkehr darstelle. Insbesondere im Bereich der Unterführung, der steilen Rampenführung und der schmalen Gehweg- bzw. Mischverkehrsflächen sei die Verkehrssicherheit eingeschränkt.
Eine vorgeschlagene Lösung liege nun vor, heißt es in der Beschlussvorlage. Sie sei gemeinsam mit Radverkehrsexperten während des von der AGFK („Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.“) organisierten Planungsworkshops erarbeitet worden. Die Lösung des Problems sieht vor, dass im Bereich der Unterführung von „Am Bahnhof“ bis zur Kreuzung mit der Landsberger Straße Fahrradschutzstreifen sowie Piktogramm-Ketten mehr Sicherheit für Radfahrer biete.
Im Kreuzungsbereich sind des Weiteren eine frühere Grünphase für den Radverkehr sowie eine Aufstellfläche für die Radler vorgesehen. Auf dem Abschnitt von der Landsberger Straße bis zur Münchener Straße werde der Radverkehr ebenfalls auf beiden Seiten mit den Piktogramm-Ketten (auf der Südseite bis zur Shell-Tankstelle)ausgestattet .
Für die Umsetzung dieser Maßnahmen ist außerdem eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h erforderlich. Geschätzte Gesamt-Kosten: 22.600 Euro.



