Ein Wiedersehen am Christoph-Probst-Gymnasium nach 14 Jahren
Teilnehmer des Aktionstages "Bunt gegen Braun" im GPG in Gilching
„Bunt gegen Braun: Vielfalt und Toleranz im Zeichen der Menschlichkeit“
Gilching – In einer Welt, die von kultureller Vielfalt und unterschiedlichen Lebensweisen geprägt ist, ist es von entscheidender Bedeutung, sich gegen jede Form von Diskriminierung und Intoleranz zu erheben. Unter dem Motto „Bunt gegen Braun“ demonstrierten am 17. Juli 2009 rund 1500 Schüler, Eltern und Lehrer des Christoph-Probst-Gymnasiums in Gilching und setzten damals ein starkes Zeichen für eine Gesellschaft, in der Respekt, Akzeptanz und Vielfalt selbstverständlich sein sollten. Mit dabei waren unter anderem Gottfried Krischke, vormals Geschäftsführer des Zweckverbandes weiterführende Schulen sowie die damals 14Jährigen Schülerinnen Lisa Stockfisch, Daniela Juli, Melissa Hoffmann sowie Anna-Lena Fischle.
Bei einem Treffen, 14 Jahre später, erzählten die Protagonisten von damals, inzwischen alle 28 Jahre jung, was sie mittlerweile so machen. Lisa Stockfisch (früher hieß sie mit Familiennamen Barth) ist als einzige aus der Vierergruppe verheiratet und lebt in Dachau. Beruflich ist sie in München als Personalfachkraft tätig. Daniela Juli wohnt nach wie vor in Gilching und engagiert sich beruflich als Pädagogin in einer Einrichtung für geistig behinderte Kinder und Jugendliche in München. Melissa Hoffmann wiederum wohnt in der Landeshauptstadt, wo sie als Verwaltungsfachkraft bei der Stadt München arbeitet. Und last but not least Anna-Lena Fischle, die als Personalmanagerin in Martinsried arbeitet, aber in Gilching zuhause ist. Eines aber verbindet alle vier – der Kontakt zueinander ist nie abgerissen. „Wir sind gut vernetzt, treffen uns regelmäßig, auch mit unseren Freunden oder gehen auch mal gemeinsam auf Veranstaltungen oder wandern“, erzählt Daniela Juli. Die Aktion von damals fanden alle Vier nicht nur beeindruckend. „Es war auch ein wichtiges Zeichen in Erinnerung an den Namensgeber unserer Schule, Christoph Probst, der als Mitglied der Widerstandsbewegung Weißen Rose sein Leben lassen musste“, betonte Lisa Stockfisch.
Zum Treffen gekommen war auch Gottfried Krischke, der kürzlich den 85sten Geburtstag gefeiert hat und seit 2017 mit Ehefrau Ingrid (82) ausschließlich das Rentnerdasein genießt. Krischke, von 1972 bis 2003 Geschäftsführer des Zweckverbandes weiterführende Schulen, sowie bis 2017 die rechte Hand seines Nachfolgers Stefan Amon, war es auch, der federführend an der Planung und baulichen Ausführung des „neuen Gymnasiums“ beteiligt war. Weshalb er immer wieder liebevoll als „Hebamme des Christoph-Probst-Gymnasiums“ bezeichnet wurde. Zudem fing er 1953 als Lehrling in der Gemeinde Gilching an, wo er sich schnell zum Geschäftsstellenleiter hocharbeitete. 2003 wurde er nach 50 Jahren im Amt verabschiedet.
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