Der Wal aus der Bucht bei Triest – der namenslos in Ruhe sterben durfte
Gilching/Triest – Ich bin kein Meeresbiologe und auch kein aktiver Tierschützer. Rette aber hinter Vorhängen verirrte Bienen, Spitzmäuse, die sich versehentlich in meiner Wohnung häuslich eingerichtet haben und nehme generell nur Hunde aus dem Tierschutz. Und ich weiß, dass sich viele Tiere zum Sterben an einen ruhigen Ort zurück ziehen und in Ruhe gelassen werden wollen. So war es bei meinen Vierbeinern und so war es vermutlich auch bei Timmy, dem Wal aus der Ostsee.
Doch dieser wird nun seit Wochen unter tausenden von Schaulustigen hin- und hergezerrt – ohne dass berechtigte Aussicht auf Überleben besteht. Ich weiß nicht, wie es ausgeht… kenne nur ein aktuelles Beispiel aus der Bucht von Triest, nahe Muggia, wo derzeit volle Öltanker auf Entladung warten.
Unter anderem steht da im Hafen auch die Yacht eines Gilchinger Bürgers… und der erzählte, dass sich unter seinem Schiff während seiner Abwesenheit ein zehn Tonnen schwerer Wal zum Sterben zurück gezogen hatte. Er konnte ungestört sterben und wurde ohne großes Tamtam Richtung Tierverwertung abgeschleppt.
Ich frage mich allen Ernstes, Tierliebe hin oder her, ob es wirklich Sinn macht, einen Wal, der selbstständig nicht mehr vorwärts kommt, krampfhaft zum Leben zu zwingen???
Uli Singer
Infos/Videoclip: Horst Reichhardt



