Christsoziale Prominenz traf sich in Starnberg
Ein atmosphärischer Blick auf Kandidaten und den Wahlkampf
Von Thomas Lochte

Starnberg – „Volles Haus!“, freute sich Landrat Stefan Frey beim Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbands in der Starnberger Schlossberghalle. Der angekündigte Besuch von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zum Jahres- und Kommunalwahlkampfauftakt hatte dafür gesorgt, dass der Große Saal gut gefüllt war und sich die christsoziale Prominenz des Landkreises fast komplett versammelt hatte – gesponsert wurde die Veranstaltung von CSU-Kreisrat Manfred Herz aus Gilching.
„Er kommt pünktlich“, vermeldete der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises, Michael Kießling, mit stetem Blick aufs Smartphone bis kurz vor Eintreffen des Ministers den Stand der Dinge. Die Begrüßungsworte des Starnberger Ortsvorsitzenden Andreas Weger stimmten die Anwesenden dann gleich mal auf die Herausforderungen des Kommunalwahlkampfs ein, inklusive der Betonung der drei Partei-Buchstaben „C“, „S“ und „U“ – es gelte, Zusammenhalt zu zeigen und den Dialog zu pflegen, so Weger, und er meinte dies durchaus gesamtgesellschaftlich. Landrat Frey, der bei Wegers Willkommensadressierungen hörbar den stärksten Applaus im Saal erhalten hatte, skizzierte in der folgenden Ansprache die sechs Jahre seiner ersten Amtsperiode und beschwor im Zuge seiner neuerlichen Kandidatur ebenfalls Zusammenhalt, Selbstbewusstsein und Tatkraft der Christsozialen in durchaus schweren Zeiten. Er wandte sich damit auch an die zahlreich erschienenen Bürgermeister und Mandatsträger aus den Landkreisgemeinden, denen – inklusive Starnbergs wieder antretendem Bürgermeister Patrick Janik als Hausherr – ein anstrengender Kommunalwahlkampf bevorstehen dürfte. Die sonst immer präsente Landtagsabgeordnete Ute Eiling-Hütig aus Feldafing hatte als einzige CSU-Politgröße des Landkreises diesmal passen müssen – „die Influenza“, verriet Andreas Weger.

Letztendlich trat Festredner Alexander Dobrindt ans Pult. Laut Kießling (MdB) absolvierte Dobrindt an diesem Wochenende – wie an vielen anderen auch – gleich mehrere Termine zwischen Schrobenhausen, Starnberg und vermutlich auch seinem Heimatwahlkreis Weilheim-Schongau. „Wie lang soll er denn reden – drei oder vier Stunden?“, scherzte Kießling bei einer Art Publikumsbefragung im Saal. Dobrindt nahm sich dann zwar nicht ganz so viel Zeit, um bundespolitische Themen anzusprechen, aber es reichte allemal dafür, dass christsoziale Stallwärme aufkam und sich die Parteifreunde schon vor dem Catering im Schlossberghallen-Foyer gestärkt fühlen durften: Das neue Jahr ist zwar schon fast drei Wochen alt, aus CSU-Sicht kann es aber gerne kommen.
Thomas Lochte
Fotos: Andrea Jaksch




