Was Kiltine, Luis und die Weberin über das Leben unserer Vorfahren verraten
Von Manrico Wortacker
Gilching – Manche Geschichten findet man nicht in alten Akten oder vergilbten Chroniken. Sie liegen mitten im Ort unter Straßen, Häusern und Gärten – bis eines Tages ein Spaten auf Knochen stößt.
In den vergangenen Jahren wurden in der Römerstraße, der Rathausstraße und der Kirchgasse mehrere menschliche Skelette entdeckt und archäologisch geborgen. Drei von ihnen haben inzwischen sogar Namen erhalten: Kiltine, Luis und „die Weberin“.
Am Mittwoch, 11. November 2026, um 19.30 Uhr, werden im Untergeschoss des Wersonhauses neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Gilchinger Skelettfunde vorgestellt. Verschiedene Untersuchungsmethoden ermöglichten Rückschlüsse auf die zeitliche Einordnung und auf die Lebensbedingungen der Menschen, die einst auf dem heutigen Gemeindegebiet bestattet wurden.
Damit werden aus anonymen Knochen allmählich wieder Menschen. Wie alt wurden sie? Unter welchen Bedingungen lebten sie? Welche körperlichen Spuren hinterließ ihr Alltag – und was können moderne Untersuchungen nach Jahrhunderten noch über ihre Geschichte verraten?
Ergänzend wird eine neu gestaltete Vitrine mit Funden aus der Rathausstraße präsentiert. Sie zeigt, dass Gilchings Vergangenheit mitunter nur wenige Zentimeter unter der Gegenwart beginnt.
Veranstaltung
- Mittwoch, 11. November 2026
- Beginn: 19.30 Uhr
- Wersonhaus, Untergeschoss
- Brucker Straße 11, Gilching
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