AktuellesKünstler/BandsLesergeschichten

Wortwechsel – lange bevor es Podcasts gab

Einen Versuch ist es Wert, die Veranstaltung neu aufleben zu lassen

Tolle Resonanz auch bei der Französischen Woche

Landkreis – Manchmal stolpert man über alte Zeitungsausschnitte und denkt: Das war eigentlich eine richtig gute Idee. So ging es mir kürzlich, als mir ein vergilbter Artikel aus den Anfangsjahren meiner Kleinkunstarbeit in die Hände fiel. Überschrift: „Talk-Show und Kleinkunst – Aktuelle Themen in ‚Wortwechsel‘“. Damals starteten der Journalist und Autor Friedrich Ani und ich eine Gesprächsreihe im Landkreis Starnberg, die es so noch nicht gegeben hatte. Der Titel war einfach – und zugleich Programm: „Wortwechsel“.


Die Idee war ebenso schlicht wie erfolgreich: Wir brachten Menschen miteinander ins Gespräch, diskutierten über Themen, die bewegten. Über Politik, Kultur, Alltag – und oft auch über das Leben selbst. Doch „Wortwechsel“ war keine klassische Talkshow. Die Gespräche fanden nicht in Fernsehstudios statt, sondern dort, wo den Menschen Themen unter den Nägel brannten und wo die Kultur im Landkreis gepflegt wurde: unter anderem auf Kleinkunstbühnen, zum Beispiel in meinem legendären „Wörthseebrettl“, in der Undine in Starnberg oder im Schabernack in Krailling. Aber auch auf der französischen Woche in Starnberg mit Alban Roulance, dem damals bekanntesten Travestiekünstler aus Frankreich waren wir zu Gast.

Was „Wortwechsel“ so erfolgreich machte, war, dass es nicht beim Gespräch zwischen uns Moderatoren und dem Gast blieb. Das Publikum mischte sich ein, stellte Fragen, widersprach, ergänzte. Es wurde diskutiert, gelacht – und gelegentlich entstand sogar so etwas wie eine kleine spontane Bürgerversammlung.

Ob es heute noch funktionieren würde? Ginge es nach Marcin vom „KultCafé“ – ein eindeutiges Ja! Als ich vor ein paar Monaten mit meinem vierbeinigen Maxl Gassi ging und auf den umtriebigen Polen traf, fragte er mich in seinem charakteristischem Slang: „Uli, magst Du nicht einmal im Monat bei mir eine „Dog-Show“ machen? Hä. Ich lehnte ab, weil ich nicht überzeugt war, dass das Thema Hunde so ergiebig ist. „Aber du kennst so viele interessante Leute, die du einladen könntest.“ Marcin ließ nicht locker… Bis ich kapierte, dass von einer Talk-Show die Rede war.

Eine Anekdote, die ich zu gerne erzähle, Marcin aber versprochen habe, sollte ich als Parteifreie den Einzug ins Ratsgremium – CSU Listenplatz 13, nicht sonderlich erfolgsversprechend – tatsächlich schaffen, werde ich im Herbst bei ihm einen Neustart versuchen. Und als Co-Partner nehme ich dann den zweibeinigen Maxi Eckhart (Listenplatz 15) mit.

So, das musste mal erzählt werden… in diesem Sinne: Egal auch, wenn ihr wählt, geht bitte am Sonntag, 8. März, zur Wahl.



Uli Singer

Liebe Leser und auch -innen, seit mittlerweile fast zwei Jahren präsentieren wir Ihnen auf stanet.de nun schon aktuelle aber auch historische, kuriose und lustige Geschichten aus dem Alltag. Kostenlos und ohne jeglichen Hintergedanken. Warum? Weil es Spaß macht und weil es wichtig ist, dass viele Portraits und Erlebnisse, die in den herkömmlichen Tageszeitungen oft keinen Platz finden, nicht vergessen werden sollten. Mittlerweile finden unsere Geschichten bis zu 5000 Leser. Es gibt auch viel positives Feedback. Was uns narrisch freut. Schön wäre es dennoch, wenn es hin und wider auch eine kleine Spende für die echt aufwändige Arbeit unseres Redaktions-Teams geben würde. Und wenn's pro Leser auch nur mal so ummara … wären... ist übrigens ganz einfach... Entweder auf den Spenden-Button drücken, der sich je Artikel mal oben oder mal unten befindet. Es geht aber noch einfacher über Paypal - als Adresse lediglich singer@singer-online.de eingeben. In diesem Sinne - Danke, fürs Zuhören und fürs Lesen Uli Singer

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Vielleicht interessiert Sie auch
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner