Ratsch statt Ramsch: Gilching trifft sich beim Plundermarkt
Gilching – „Ja, es hätt‘ a bißerl mehr Besucherandrang sein können, aber angesichts des fragwürdigen und windigen Wetters war das Interesse an unserem ersten Plundermarkt durchaus zufriedenstellend“, betont Rosmarie Brosig. Wie berichtet, sammelten Brosig von „Bürger für Gilching“ (BfG) und Mitstreiter von „Lebendiges Gilching“ im Vorfeld gut erhaltenen Plunder, der am Samstag im Hof der „Bäckerei Boneberger“ im Gilchinger Altdorf gegen eine freiwillige Spende „verkauft“ wurde. Beigetragen zum Gelingen haben durch Sachspenden unter anderem der „Eine Welt Laden“, die „Villa Arte“ sowie etliche private Haushalte. Grob überschlagen waren rund 300 fast neue Teile im Angebot. Darunter eine komplette neuwertige Zeltausrüstungen sowie ein Grill und robustes Grill-Geschirr, Nippes im Miniformat, LED-Lampen, Kerzen, LPs und Singles, Keramik-Geschirr, ein silberner Delphin, der als Flaschenöffner konzipiert war, etc. etc.
Brosig war es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Ziel des Plundermarktes nicht nur das Sammeln von Spenden für soziale Zwecke war, sondern mehr noch, dass sich Menschen auf einen gemütlichen Ratsch bei Kaffee und Plundergebäck trafen. „Das hat funktioniert“, freut sich Brosig. Und der Wunsch nach Wiederholung sei offensichtlich gewesen. „Wie wir den Plundermarkt das nächste Mal organisieren, ob mit und ohne Programm oder als Themen-Ratsch, das wird noch ausdiskutiert.“
Aktiver Mitstreiter war Willi Boneberger (FDP), der nicht nur sein Mobiliar, sondern auch zwei Körbe voll Plunder und Brezn, die es kostenlos zur Verköstigung gab, zur Verfügung stellte. Beim Aufstellen und Aufräumen geholfen haben unter anderem Oliver Fiegert, Margot Zachäus, Vera Pein sowie Richard Brosig. Der Erlös aus dem so genannten Verkauf werde dazu verwendet, ältere Menschen, die mehr oder weniger alleine und bei schmaler Rente durchs Leben marschieren, zu einem gemeinsamen Essen ins „KultCafe“ einzuladen.
Uli Singer



