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Nach Auszug der Tafel aus der Keck-Villa steht in Gilching eine Nachnutzung auf der Tagesordnung

Gilching – Seit bekannt ist, dass die „Gilchinger Tafel“ aus der Keck-Villa am Bahnhof aus- und in die ehemalige Radiologie „Am Römerstein“ einzieht, wurden Begehrlichkeiten in punkto Nachnutzung der Räumlichkeiten geweckt. Vorschläge reichten von einem neuen Treffpunkt für Jugendliche, als Mehrgenerationenhaus sowie zur Nutzung für Senioren. Beschlossen wurde in der jüngsten Ratssitzung, sich erst einmal auf eine Besichtigungstour aufzumachen.


Laut Antrag der Freien Wähler bestehe seit der Schließung des Jugendhauses an der Weßlinger Straße in Gilching ein deutlicher Bedarf an Räumlichkeiten für Jugendliche. „Insbesondere fehlen Orte, an denen sich junge Menschen eigenständig treffen, Veranstaltungen organisieren oder einfach Zeit miteinander verbringen können. Durch den Auszug der Arbeiterwohlfahrt mit der Gilchinger Tafel sind in der Keckvilla Räumlichkeiten frei geworden. Der Standort ist aufgrund seiner zentralen Lage am Bahnhof hervorragend erreichbar und bietet grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Nutzung durch Jugendliche. Viele Jugendliche wünschen sich ausdrücklich einen Treffpunkt, der nicht ausschließlich pädagogisch begleitet wird, sondern ihnen auch eigenverantwortliche Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung vieler Gemeinden, dass eine Mitwirkung der Jugendlichen bei Planung, Renovierung und Betrieb die Identifikation mit dem Projekt stärkt und Verantwortung fördert“, lautete die Begründung der FW.

Dass die historische Villa für Jugendliche nicht geeignet sei, konterte SPD-Gemeinderätin Selina Rieger, zuständig für das Referat „Jugend und Inklusion“. Vielmehr regte sie an, für die Jugendlichen das Gebäude an der Frühlingsstraße 17 zu prüfen. Dort ist derzeit noch das BRK untergebracht. Auf Vorschlag von Rieger soll deshalb geprüft werden, inwieweit das BRK ins bald leer werdende Feuerwehrhaus am Starnberger Weg umziehen könne. „Dies wäre ein adäquater Ersatz“, betonte Rieger. Die Jugendlichen aber hätten an der Frühlingsstraße nahe des Abenteuer-Spielplatzes und der Kletterhalle ein geeignetes Umfeld und ihren Freiraum, den sie sich immer wünschten. Rieger bat zudem darum, die Streetworker, die im ersten Stock der Villa untergebracht sind, rechtzeitig in die Planungen mit zu integrieren.

Die Fraktion der Grünen brachte als Nachnutzung der Räumlichkeiten in der Villa ein Mehrgenerationenhaus für alle Bürger ins Spiel. Martin Fink (CSU) wiederum plädierte im Auftrag des Seniorenbeirats für die Mitbenutzung der Räumlichkeiten durch die Senioren.

„Prüfen kann man immer, aber mir fehlt die Fantasie dazu, dass wir uns das alles leisten können“, mahnte Harald Schwab (CSU). Denn egal auch, was angedacht werde, überall sei eine aufwändige Sanierung notwendig.

Beschlossen wurde gegen die Stimme von Roland Schrafstetter (CSU), die jeweiligen Anträge sowie die Keck-Villa auf ihren baulichen Zustand sowie auf Barrierefreiheit mit allen Beteiligten zu prüfen. Die Ergebnisse sind dann dem Gemeinderat mit einer Empfehlung und einem Umsetzungsvorschlag zur Entscheidung vorzulegen.           

Uli Singer


Uli Singer

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