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Der Gilchinger Ortsteil Geisenbrunn steht wieder einmal ohne Wirt da

Das italienische "Capra" hat seit geraumer Zeit geschlossen

Gilching – Aus und vorbei. Nach nur knapp eineinhalb Jahren steht man beim „Capra“ im Gilchinger Ortsteil Geisenbrunn vor verschlossenen Türen. „Ja, die haben wieder aufgehört. Es wird bereits ein neuer Wirt gesucht. Wir müssen uns vorübergehend provisorisch selbst versorgen, wenn wir ein Fest haben“, räumt ein Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr, ein.


Während an der Eingangstüre „vorübergehend geschlossen“ steht wird auf einer Internetseite des Lokals auf „dauerhaft geschlossen“ hingewiesen. Andere Seiten wiederum, wie auch die offizielle Seite der Gemeinde, rühren weiterhin die Werbetrommel. Und wählt man die Nummer der Lokalität, wird auf die regulären Öffnungszeiten verwiesen. Doch weder im ehemaligen Freizeitheim Geisenbrunn noch im Biergarten ist bei strahlendem Sommerwetter jemand anzutreffen.

Einst war das Freizeitheim Geisenbrunn unter der Familie Zlunka ein zentraler Ort für die Dorfgemeinschaft und die Vereine, sich dort zu treffen oder Feste zu feiern. Doch seit 2019 scheint die Lokalität unter keinem guten Stern zu stehen. Erst war es Corona, die zu Pächterwechseln führte. Im Juli 2022 übernahmen dann Sandra Spirito und Michael Heid das Freizeitheim und nannten es in „Speisewerk“ um.

Verstimmungen zwischen der Gemeinde und den Pächtern jedoch führte schon nach kurzer Zeit zum Bruch und zu einem Aus für das Speisewerk. Ende 2024 übernahmen dann die Brüder Morina die Gaststätte, eröffneten sie als „Ristorante Capra“ und versuchten mediterrane Einflüsse mit heimischen Gepflogenheiten zu verbinden. Was Gerüchten zufolge nicht zum Erfolg führte.

Gebaut wurde das Freizeitheim Geisenbrunn in den Jahren 1976 und 1977. Am 8. März 1978 wurde es offiziell eingeweiht. Grund für den Bau war die damals anstehende Gebietsreform in Bayern. Geplant war, die heutigen Ortsteile Geisenbrunn mit Argelsried, damals noch eine selbstständige Gemeinde, in die Nachbargemeinde Gilching einzugemeinden, was den damaligen Bürgermeister der zwei Ortsteile, Johann Dobmeier, dazu brachte, schnell noch ihr Geld in den Bau des Freizeitheimes Geisenbrunn zu investieren, zumal ein Gönner das Grundstück kostenlos zur Verfügung stellte.

Fest steht nun aufgrund intensiver Recherche, dass „CAPRA“ endgültig der Vergangenheit angehört und bereits intensiv nach neuen Pächtern Ausschau gehalten wird. CSU-Gemeinderat Martin Fink, der sich die Jahre vorher immer um die Suche neuer Pächter gekümmert hat, war telefonisch nicht zu erreichen.

Uli Singer

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