Die jugendlichen Initiatoren einer neuen Skateranlage springen seit Jahren in der Warteschleife
Kenner der Szene rechnen mit mindestens sechs weiteren Jahren
Gilching – Seit gut acht Jahren sei nun die Verlegung der Skater-Anlage ein Thema im Gemeinderat, bemängelte Christian Winklmeier (SPD) am Dienstag in der Ratssitzung in Gilching. Gleichwohl seiner Meinung nach rechtlich nichts mehr entgegen stehe, fehle die Perspektive für die Jugendlichen, bis wann damit zu rechnen sei.
Wie berichtet, ist seit Jahren geplant, eine moderne Anlage inklusive „Pump Truck“ in direkter Nachbarschaft zur Kletterhalle an der Frühlingsstraße zu errichten. Erst waren es Einwände eines Nachbarn, dann planungsrechtliche Vorgaben, die eine Verlegung der Skateranlage vom Bahnwegerl an der so genannten Glatze an den neuen Standort über Jahre verzögerte. „Auch wenn es nicht so aussieht, es gibt Kriterien, an die wir uns halten müssen“, erklärte Bauamtsleiter Max Huber. Unter anderem sei auch eine Abstimmung mit dem Planungsverband notwendig. Die Kosten für die neue Anlage gab Huber mit 400000 bis 500000 Euro an.
Da Experten mit einer weiteren Wartezeit von bis zu sechs Jahren rechnen, soll der Altbestand jetzt weiter aufgewertet werden. „Von Germering haben wir gebrauchte Geräte bekommen, die wir updaten und einbauen können“, erklärte Bürgermeister Stefan Siegl. Was im neuen Haushalt inklusive Planung mit rund 150000 Euro zu Buche schlagen wird. Siegl: „Wir sind an der Umsetzung dran. Näheres dazu gibt es aber erst im Rahmen der Haushaltberatungen.“ Im Übrigen eröffnete er, dass es sowohl in der Bevölkerung Skepsis in puncto Verlegung gebe, aber auch der Jugendbeirat ein nötiges Engagement vermissen lasse. „Es wird seit langem versucht, Oliver Thoss, den Vorsitzenden zu erreichen. Leider ohne Erfolg.“
Foto/Text: Uli Singer



