Gautinger fällt auf dubiose Geldanlage herein – über 25.000 Euro Schaden
Die Betrugsmaschen werden immer perfider
Gauting – Derzeit haben Anlagebetrügereien in scheinbar lukrative Geldanlagen bzw. Investments in Gold wieder Hochkonjunktur. In vielen Fällen werden Straftaten in Bereich des Anlagebetrugs oft gar nicht bei der Polizei bekannt, weil die Opfer oft aus Scham keine entsprechende Anzeige erstatten. Ein Geschädigter kam jedoch diese Woche zur Anzeigenerstattung zur Gautinger Polizei, nachdem er selbst erkannt hatte, dass er Opfer eines Anlagenbetrugs geworden war.
Bei dem Betrogenen handelt es sich um einen 62-jährigen Mann, der angab auf der Website eines großen deutschen Nachrichtenmagazins online auf ein Werbebanner mit einer Geldanlage aufmerksam geworden zu sein. Er sei darauf hereingefallen und habe vertrauensvoll drauf geklickt.
Vermutlich war die Anzeige eine Kombination eines durch die KI generierten Bildes einer bekannten Fernsehmoderatorin in Verbindung mit einer lukrativen Anlagestrategie. Die Anlagestrategie erschien ihm deshalb so attraktiv, weil die Anlageform explizit damit Eigenwerbung betrieb, dass eine Anlage in dieser Form nicht von Bankinstituten angeboten werde.
Nachdem der 62-Jährige seine Mailadresse und seine Rufnummer auf der entsprechenden Trading-Plattform angegeben hatte, sei er vom 4. Juni bis September von vier weiblichen Anrufern kontaktiert worden. Sie hätten ihn allesamt zu vier Zahlungen im Gesamtwert von über 25.000 Euro an ausländische Konten in Bulgarien, Malta und Litauen angeleitet.
Nach Rücksprache mit seiner Hausbank ist eine Rückbuchung von den vier ausländischen IBAN-Konten nicht möglich, da er die Überweisungen selbst autorisiert hatte, so dass er auf dem Schaden sitzen bleiben wird.
Wichtige Präventionshinweise gegen Anlagebetrug finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug
Andreas Ruch, Leiter der PI Gauting



