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Wessling wagt sich erneut an zentrale Schule

Weßling (15.02.06) – Viel Geld und viel Arbeit wären erspart geblieben, hätte man den Ratsbeschluss von 1998 umgesetzt. Dieses Fazit zog am Dienstag die Mehrheit der Gemeinderäte in Weßling. Erneut stand auf der Tagesordnung die ungelöste Schulhausproblematik. Schulleiterin Henriette Belz machte unmissverständlich klar, dass sie durch die Dreihäusigkeit gezwungen sei, ihre Aufsichtspflicht zu verletzen. Der Beschluss lautete wie vor acht Jahren: Es wird eine zentrale Schule gebaut.
Otto Heintz (CSU/Bürgergemeinschaft) hob in der Ratssitzung am Dienstag zu einem feurigen Plädoyer an. Er erinnerte an den Grundsatzbeschluss von 1998 und daran, dass damals schon ein gemeinsames Schulhaus für alle drei Ortsteile beschlossen worden war. Ein Bürgerentscheid verhinderte die Umsetzung. Stattdessen mussten die drei bestehenden Schulhäuser in Weßling, Hochstadt und Oberpfaffenhofen von Grund auf saniert werden. „Jetzt sind sie fertig und in einem Top Zustand. Und dann schließen wir sie“, schimpfte Heintz. Obwohl Bürgermeisterin Monika Meyer-Brühl in der Sitzung eine Standortdiskussion verhindern wollte, „sie ist noch verfrüht“, drehte sich alles darum, in welchem Ortsteil die neue Schule gebaut werden soll. Die Oberpfaffenhofener Fraktion plädierte für den jetzigen Schulstandort in Oberpfaffenhofen. „Wir haben seit der Gebietsreform nichts bekommen, was uns versprochen worden war. Jetzt müssen wir uns schon mal stark machen“, sagte Otto Kriwetz (FW). Außerdem gebe es gute Argumente dafür. „Die Lage ist gut, es geht keine Straße vorbei und außerdem gehört der Grund der Gemeinde.“ Herbert Wolleschak (CSU) favorisierte den Standort hinter der Sporthalle in Weßling. „Da ist alles da, was gebraucht wird. Auch eine Turnhalle“, punktete er. Allerdings sei der landwirtschaftliche Grund nicht in Besitz der Gemeinde, so dass Kosten für den Grundankauf anfallen. Georg Reik (FW) mahnte, nicht schon jetzt derartige Signale auszusenden. „Wir laufen schon wieder Gefahr, dass die Diskussion um den Standort Oberhand gewinnt und sich erneut Widerstand in der Bevölkerung formiert.“ Schulleiterin Henriette Belz appellierte eindringlich an das Gremium, „endlich“ eine Entscheidung zu treffen. Wie berichtet, erfordert die Dreihäusigkeit etliche Busfahrten während des Unterrichts. Belz: „Es fehlt aber an Kräften für die Aufsicht, so dass die Aufsichtspflicht nicht mehr gewährleistet ist.“ Uli Singer