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Wessling kämpft weiter gegen Flughafen

Weßling – „Ich hatte damit gerechnet“, sagt Edmund Grabherr, Geschäftsführer der Edmo-Flughafenbetreibergesellschaft in Oberpfaffenhofen. Wie berichtet, wird die Gemeinde Weßling Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts München II einlegen. Das Gericht hatte im Februar die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss abgewiesen und jetzt in der Urteilsbegründung weitgehend die Argumente des Antragsstellerin Edmo geteilt.
Die jetzt vorliegende Urteilsbegründung war Anlass zu einer Sondersitzung des Weßlinger Gemeinderats. Zeit bleibt nicht viel. Wie Rechtsanwalt Joachim Krauß in der Sitzung am Donnerstag erklärte, muss innerhalb von 14 Tagen Antrag auf Berufung gestellt werden. Zum Inhalt der Urteilsbegründung und dazu, wie man dagegen vorgehen will, sagte Krauß nichts. Vielmehr legte er dem Ratsgremium ein Schweigegebot auf. „Wenn wir unsere Strategie bekannt geben, schaden wir nur der Gemeinde“, sagte Krauß. Bis auf Franz Leitner (CSU), der wegen „Aussichtslosigkeit“ gegen die Fortführung des Prozessweges gestimmt hatte, war sich das Ratsgremium einig: Der Flughafenbetreibergesellschaft Edmo müsse weiterhin Paroli geboten werden. Dies forderte auch Günther Wieczorek (SPD). Er führte an, dass man seitens der Gemeinde immer versucht habe, auf Augenhöhe mit dem Antragssteller zu kommen. „Der Gegner hat uns aber auf großspurige Art und Weise zu verstehen gegeben, dass er gar nicht interessiert ist, mit uns zusammen zu arbeiten.“ Rasso von Rebay (FW) räumte zwar ein, gegenüber der Edmo schon viel erreicht zu haben. „Doch das ist noch zu wenig. Wir werden unseren Weg weiter gehen.“
Gelassen reagierte Edmund Grabherr. „Wir sind mit dem Urteil sehr zufrieden. Das Gericht ist zur gleichen Meinung gekommen, wie wir“, sagt er. Befriedigend sei außerdem, dass seitens des Gerichts zu jedem von Weßling vorgebrachtem Veto Stellung genommen wurde. Unter anderem sei auch die mittelfristige Gemeinnützigkeit des Flugplatzes bestätigt worden, so Grabherr. „Für uns ändert sich derzeit nichts, was die Gemeinde angeht.“ Ungeklärt ist noch, wie es mit der Privatklage von Hans Hartmann weitergeht. Wie berichtet, hat Hartmann vorerst einen Planungsstopp für das Flughafengelände erreicht. Uli Singer