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Wessling gegen Geschäftsflieger

Weßling (18.11.05) – Es war nicht anders zu erwarten. Der Gemeinderat Weßling lehnte in der Sondersitzung am Donnerstag die Öffnung für Geschäftsflieger auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen ab. Zugestimmt wurde dem Passus im Landesentwicklungsprogramm, wonach der Flughafen als „Sonderflughafen“ festgeschrieben wird. Rechtsanwalt Joachim Krauß beteuerte einmal mehr, dass mit den Geschäftsfliegern der Allgemeinen Luftfahrt Tür und Toren geöffnet werden.
Es ist üblich, dass in Weßling nichts mehr ohne rechtlichen Beistand beraten oder beschlossen wird. Sei es in der Angelegenheit zum geplanten Austritt aus dem Tourismusverband, in Sachen Planfeststellungsbeschluss oder aktuell zum Landesentwicklungsprogramm. Zu letzterem Punkt empfahl Rechtsanwalt Joachim Krauß in der Sondersitzung am Donnerstag, die Geschäftsfliegerei rundweg abzulehnen. Mit ein paar Fliegern mehr oder weniger sei es nicht getan, so Krauß. Vielmehr unterstellte er der EADS als Flughafeneigner, sie wolle die „Braut Sonderflughafen jetzt hübsch machen. Ist sie dann hübsch genug, wird sie weiter verscherbelt“. Interesse, den Flughafen selbst zu nutzen, habe die EADS nicht, betonte er. Die vor drei Jahren eingesetzte Edmo-Flughafenbetreibergesellschaft jedoch diene laut Krauß lediglich als Platzhalter. Weiter spekulierte er, „stimmen wir den Geschäftsfliegern zu, öffnen wir eine Tür, die später ein Tor für die allgemeine Luftfahrt wird“. Den von Franz Leitner (CSU) gemachten Vorschlag, es dem Kreistag gleichzutun und den Flughafen nur für fliegende Unternehmer aus dem Landkreis zu öffnen, hält Krauß für rechtlich nicht haltbar. „Eine regionale Begrenzung gibt es nicht. Um dies zu überprüfen müsste eine Schnüffelpolizei eingesetzt werden.“ Mit dem Kreistagsbeschluss werde seiner Meinung nach „Augenwischerei“ betrieben. „Wie es kein bisschen schwanger gibt, gibt es auch kein bisschen Geschäftsflugverkehr.“
Generell sei es ihm egal, wer den Flughafen nutzt, suchte Michael Sturm (FW) nach einem Kompromiss. „Es sollte dann aber versucht werden, eine Begrenzung der Flugbewegungen zu erreichen.“ Eine Forderung, die nicht erfüllt werden wird, erklärte Bürgermeisterin Monika Meyer-Brühl. Sie verwies dabei auf ihre vielen erfolglosen Versuche, mit der EADS in ähnlicher Richtung schon verhandelt zu haben. Uli Singer