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Weßling als unbequemer Partner

Weßling (1. Februar 2006) – „Wir werden ein unbequemer Partner sein“, verspricht Weßlings Bürgermeisterin, Monika Meyer-Brühl. Nachdem der Austritt aus der Zwangsmitgliedschaft beim Tourismusverband Fünfseenland nicht geklappt hat (wir berichteten), will man jetzt verstärkt an der Struktur kratzen. „Die Bedingungen müssen viel gerechter und das Prozedere flexibler werden“, fordert Meyer-Brühl.
Demokratische Einflussnahme nennt Meyer-Brühl das, was jetzt auf den Tourismusverband zukommt. „Wir werden nicht locker lassen und die Finger auf die Wunden legen.“ Dazu gehöre auch, das Hotel- und Gaststättengewerbe in die Pflicht zu nehmen. „Sie sind letztendlich die Nutznießer, beteiligen sich aber nicht an den Kosten.“ In der Ratssitzung am Dienstag hagelte es massiv Kritik an der fest gefahrenen Struktur des Verbands. „Die Satzung ist nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Manfred Miosga (SPD). Seiner Meinung nach müssen jetzt die Nutznießer zur Kasse gebeten werden. „Die Beiträge für sie sollen peu a peu angehoben, gleichzeitig aber die Kommunen entlastet werden.“ Rasso von Rebay stellte fest: „Wir nehmen dem Hotel- und Gaststättenverband seit Jahren die ganze Arbeit ab, während sich dieser gemütlich zurück lehnt.“ Dass es so gekommen ist, liege in der Vergangenheit, betonte Meyer-Brühl. „Zu Zeiten von Landrat Rudolf Widmann wollte man den Fremdenverkehr ankurbeln und möglichst viele Tagungen in den Landkreis holen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Deshalb muss die Satzung neu überarbeitet werden.“ Weßling falle beispielsweise nicht, wie Herrsching oder die Starnberger See Gemeinden, unter den Begriff Fremdenverkehrsort. Weshalb auch ein anderer Abrechnungsmodus möglich sein muss. Im Übrigen sehe sie nicht ein, so Meyer-Brühl, dass der Ortsteil Seefeld und die Gemeinden Gilching und Gauting außen vor bleiben. „Wir sind ein Landkreis und wenn schon Zwangsmitgliedschaft, dann soll sie auch für alle gelten.“ Einzig SPD-Gemeinderat Bernhard Martin zog aus dem seit 18 Jahren andauernden Streit positive Bilanz. „Ich denke wir haben viel erreicht. Wir werden jetzt wenigstens wahrgenommen.“ Uli Singer