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Verein Fluglärm - Kläger abgeblitzt

Gilching/München – Es war nicht anders zu erwarten: Die Klage gegen den Bescheid der Regierung von Oberbayern, in dem die Nutzung des Flughafens Oberpfaffenhofen im Dezember 2002 neu geordnet wurde, wurde gestern vor dem Verwaltungsgericht München II abgewiesen. Als Begründung gab der Vorsitzende Richter Alexander Witzel an, dass keine Verschlechterung gegenüber der alten Genehmigung festzustellen sei.
Lediglich die zehn privaten Kläger, die Beklagten und etwa fünf Zaungäste waren gestern ins Verwaltungsgericht gekommen. Und das, obwohl Dieter Moehring, Vorsitzender des Gilchinger Vereins Fluglärm an die Bürger der Gemeinden Weßling, Gilching und Germering appelliert hatte, moralischen Beistand zu leisten. Viel Geduld zeigte der Vorsitzende Richter, der selbst bei der zehnten oft gleich lautende Wortmeldung aus den Reihen der Kläger interessiert zuhörte, um dann darauf aufmerksam zu machen, dass der Beitrag mit der Sache nichts zu tun habe. Einzig war festzustellen, ob durch den Regierungsbescheid ein Nachteil für die Anwohner entstehen könnte.
Wie berichtet, wurde nach der Insolvenz von Fairchild-Dornier lediglich die mögliche Nutzung des Sonderflughafens, jedoch nicht die Nutzer aufgeführt. „Wir können auch noch keine Namen nennen, weil wir sie selber noch gar nicht kennen“, erklärte Edwin Grabherr, Geschäftsführer der EDMO-Flughafenbetreibergesellschaft und Beklagter. Seitens der Kläger wurde aufgezählt, dass künftig jeder landen und starten könne, der im weitesten mit Luft- und Raumfahrt etwas zu tun habe und dass es dadurch zu einer gravierenden Zunahme der Flugbewegungen kommen werde. Dem konnte der Richter nicht folgen. „Der Status Quo kann rechtlich nicht geschützt werden“, sagte er. Denn derzeit läge die Zahl der Flugbewegungen weit unter denen, die früher durchgeführt wurden. Dass es wieder mehr werden, sei hinzunehmen. Im Übrigen machte er darauf aufmerksam, dass eine namentlich Festschreibung der Nutzer kein Garant für weniger Flugverkehr sei. Dornier könnte einen Frachtverkehr einrichten, ohne dass dagegen etwas unternommen werden könnte. Den Streitwert legte das Gericht auf 10000 Euro je Kläger fest. Nach Abweisung der Klage muss jetzt der Verein Fluglärm für die Kosten aufkommen. „Das Geld haben wir gerade noch“, sagte Dieter Moehring nach der Verhandlung. Enttäuscht zeigte Moehring von Ausgang der Verhandlung: „Wir werden uns überlegen, in die zweite Instanz zu gehen.“ Uli Singer