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Ungers Antrag unsinnig

Gilching (16. Mai 2005) – Unsinnig nannte Martin Fink (CSU) den Antrag von Peter Unger (Bündnis 90/Die Grünen), der in der jüngsten Gilchinger Ratssitzung per Gemeinderatbeschluss durchsetzen wollte, dass künftig in der Kommune bei Neubauten und Inneneinrichtungen nur noch Holz mit FSC-Logo (FSC = Forest Stewardship Council) verwendet wird. Mit dem Ziel, die Tropenwälder zu schützen und einer weltweiten nachhaltigen Baumwirtschaft. Unsinnig deshalb, weil überflüssig, so Fink. Wobei nichts gegen das FSC-Siegel einzuwenden ist. „Das Projekt jedoch ist an den Vorgaben gescheitert“, erklärte der Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung im Landkreis Starnberg. Unter anderem, weil laut Fink „die Kontrollkriterien völlig überzeichnet und die Kontrollen auch zu teuer sind. Deshalb ist das Programm nicht finanzierbar.“ Bisher seien auch nur drei Prozent der Wälder mit dem FSC-Zertifikat ausgezeichnet worden. Durchgesetzt jedoch habe sich die gleichwertige PEFC-Zertifizierung (Programme for the Endorsment of Forest Certification Schemes). In Deutschland sind laut Fink von zehn Millionen Hektar Wald schon sieben Millionen PEFC-zertifiziert. Gilching sei seit 24. Februar 2003 mit dabei, erklärte Fink. Dass Unger jetzt mit dem Antrag käme, liege wohl in der Politik der Grünen. „Auf Drängen von Bundesministerin Renate Künast ist das FSC-Büro von Mexico nach Bonn verlegt worden. Jetzt muss nachgewiesen werden, dass die Investition in Höhe von 300000 Euro richtig war.“ Laut Fink handle es beim Unger-Antrag mehr um eine politische Agitation als um eine sinnvolle Maßnahme. Bürgermeister Thomas Reich erklärte, dass die FSC-Zertifizierung schon rein aus wirtschaftlichen Gründen zum Scheitern verurteilt ist. „Für uns kommt sie jedenfalls nicht in Frage.“ Dieser Meinung schlossen sich bis auf Unger alle Gemeinderäte an. Der Antrag wurde abgelehnt.