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Schicht stellt neue Chronik vor

Gilching – Eigentlich war das zuletzt erschienene Buch das letzte, das Rudi Schicht schreiben wollte. Doch die Feder einfach so Beiseite zu legen, ist nicht des Chronisten Art. Gestern stellte der 84-Jährige im Chefzimmer der Gemeinde Gilching sein sechstes Werk vor. „Heimat Gilching“ lautet der Titel, unter dem der Autor die Ortsgeschichte noch einmal aufgerollt hat.
Wer ein Exemplar des rund 300 Seiten dicken Buches ergattern will, muss sich beeilen. Lediglich 300 Stück wurden als Erstauflage gedruckt. Viel Bekanntes ist zu finden. Aber auch etliche neue Entdeckungen und aktuelle Ereignisse hat Rudi Schicht für die Nachwelt fest gehalten. „Noch nicht abgeschlossen ist das Kapitel über die frühmittelalterliche Siedlung“, erklärte Schicht. Denn während der Aushubarbeiten für Wohnbebauung am Ortsausgang von Gilching Richtung Alling wurden Überreste einer früheren Siedlung entdeckt. „Die gilt es jetzt gänzlich auszugraben. Vorher darf dort nicht gebaut werden“, sagte Bürgermeister Thomas Reich. Die Kosten für die Ausgrabungen, müssen die Bauwerber tragen. Eine Tatsache, die am Rande der Buchpräsentation für eine spannende Diskussion sorgte. Denn nach Meinung Schichts sollte man das Kapitel beschließen und die Bauwerber bauen lassen. Zumal sich dann, wenngleich Schicht dankend ablehnte, auch noch ein siebtes Werk verwirklichen ließe.
Zurück zur aktuellen Chronik: Außer der Frühgeschichte befasst sie sich unter anderem mit vielen interessanten Details aus der Zeit unserer Urgroßeltern. Eine „Instruktion für die Dorfpolizei“ lässt erahnen, welch’ raue Sitten vor 170 Jahren geherrscht hatten. „Behufs der Vermeidung von Exzessen, namentlich durch Raufhändel, Nachschwärmerei und Trunkenheit, ist die genaue Einhaltung der Polizeistunde erforderlich.“
Handlich ist das neue Werk geworden, das die Gemeinde Gilching als Paperback-Ausgabe herausgebracht hat. Bestückt sind die 300 Seiten mit 178 fotokopierten Fotos und 103 Grafiken und Karten. Bei seinen Recherchen unterstützt wurde Schicht, wie schon bei den vier Chroniken vorher, von Hans Lampl aus Geisenbrunn. Erhältlich ist das Werk für 20 Euro in der Gemeinde oder beim örtlichen Einzelhandel. Uli Singer