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Reich zum Rücktritt aufgefordert

Gilching (25. 11. 06) – Bürgermeister Thomas Reich in Kritik. Der Gilchinger Rathauschef musste zum einen in der jüngsten Ratssitzung wegen vermeintlich falscher Behauptungen dem Ratsgremium Rede und Antwort stehen. SPD-Gemeinderat Fitz Wauthier verlangte außerdem, Reich solle eine dem Rat gegenüber gemachte beleidigende Äußerung zurücknehmen. In der tags darauf stattfindenden Bürgerversammlung forderte ihn eine Bürgerin unter Beifall der Versammlung auf, zurückzutreten.
Ein Bericht im Kreisboten ließ stellvertretenden Bürgermeister Richard Schlammerl (CSU) aufhorchen. Während seiner Urlaubszeit nämlich hatte ihm Bürgermeister Thomas Reich unterstellt, durch sein eigenmächtiges Verhalten in Punkto Kreisverkehr an der Einfahrt zum Gewerbegebiet Süd während einen Baustopp verursacht zu haben. In der Oktobersitzung sagte Reich in Abwesenheit Schlammerls, der sich ordentlich in den Urlaub abgemeldet hatte: „Er wird schon gewusst haben, warum er heute nicht kommt.“ (Wir berichteten.) Anhand von Unterlagen und Aussagen aus dem Landratsamt und aus dem für den Bau zuständigen Straßenbauamt widerlegte Schlammerl nun in der Novembersitzung Reichs Aussage, er musste die bereits begonnenen Arbeiten an der Einfahrt zum Gewerbegebiet stoppen. „Es kann keinen Baustopp gegeben haben, weil zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht feststand, wann Baubeginn ist. Es fehlten noch Pläne, die die Gemeinde vorlegen musste“, stellte Schlammerl fest. Wegen einer weiteren Aussage zur Rede gestellt, Schlammerl habe in der Oktobersitzung wegen dieses Themas gefehlt, stritt Reich ab, dies gesagt zu haben. Selbst als ihm das Ratsgremium mehrmals versicherte, Zeuge dieser Bemerkung gewesen zu sein, blieb Reich bei seiner Sicht der Dinge. Er lehnte auch die Rücknahme seiner Bemerkung, der Rat sei während seiner Abwesenheit als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet, ab. Fritz Wauthier (SPD) hatte dazu festgestellt: „Hier handelt es sich um den Tatbestand einer Beleidigung.“ Reich sah eine Rücknahme für nicht nötig. Als ihm Dieter Moehring schlechten Stil unterstellte, konterte Reich mit „das Recht dazu nehme ich mir.“ Dieser Satz fiel auch mehrmals in der Bürgerversammlung im Schützenhaus. Reich war wegen seiner Haltung zur Entwicklung auf dem Sonderflughafen kritisiert worden. Wie berichtet, sprach sich der Rathauschef, selbst Sportflieger in Oberpfaffenhofen, pro Nutzungserweiterung aus und bekräftigte dies auch auf der Versammlung. Vorgeworfen wurde ihm insbesondere, dass „Sie nicht einmal versuchen, uns zu verstehen. Es ist eine Schande, dass alle anderen Gemeinden aufbegehren. Nur Gilching nicht“, schimpfte Elfriede Rösch. Sie kritisierte weiter, dass man auf Briefe an die Gemeinde keine Antwort bekomme. „Ich fordere Sie heute auf, als Bürgermeister zurückzutreten“, sagte Rösch unter Beifall der Versammlung. Was Reich jedoch ablehnte.