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Reich weist Verantwortung von sich

Gilching (12. April 2006) – Um Grundsätzliches ging es kürzlich in der Bauausschusssitzung in Gilching. Bürgermeister Thomas Reich (FW) wehrte sich gegen Vorwürfe, das Gremium sei nicht ausreichend informiert. Er wies insbesondere zum Beschluss gegen einen Pfandraum für Aldi im Gewerbepark Gilching Süd jegliche Verantwortung von sich. „Ich war nicht da. Als ich am anderen Tag davon erfahren habe, fiel ich aus allen Wolken.“
Wie berichtet, entschied sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung, die Stellvertreter Richard Schlammerl (CSU) leitete, gegen einen Pfandraum für Aldi. Der Investor hatte daraufhin angekündigt, Schadenersatz zu fordern, da der Beschluss rechtswidrig gewesen sei. Das Kreisbauamt hat inzwischen die Genehmigung ersetzt. In der Sitzung am Montag wies Reich das Gremium darauf hin, dass in so einem Fall jeder einzelne Gemeinderat haftbar gemacht werden könne. Seiner Meinung nach sei der Beschlussvorschlag der Verwaltung eindeutig gewesen und habe keine andere Möglichkeit zugelassen, als dem Pfandraum zuzustimmen. Anderer Meinung war das Gremium. Ohne Ausnahme warfen sie Reich und der Verwaltung vor, nicht über die tatsächliche Konsequenz einer Ablehnung informiert worden zu sein. „Gut, wir haben widerrechtlich gehandelt. Es wäre aber Sache der Verwaltung gewesen, uns vorher entsprechend auf die Folgen aufmerksam zu machen“, schimpfte Dieter Moehring (SPD). Reich wiederum gab sich überzeugt, dass dies mehrfach geschehen sei. „Mitglieder des Bauausschusses müssten wissen, was sie entscheiden.“ Verärgert reagierte Harald Schwab (CSU), der Reich an seine Verantwortung als Bürgermeister erinnerte. „Es ist eine Unverschämtheit, wenn sie über die Presse verlauten lassen, sie werden uns die Leviten lesen. Wir sind keine Schulbuben, die sich das gefallen lassen müssen. Ihre Aufgabe wäre es, vorher klare Angaben zu machen und nicht im Nachhinein auf ihre Gemeinderäte loszugehen.“ Auch Georg Schwojer (CSU) versicherte, dass die entscheidende Information gefehlt habe und in der Sitzung kein Wort darüber verloren worden sei. Hermann Engel (FW) forderte seinen Rathauschef auf, künftig für mehr Klarheit Sorge zu tragen. Außerdem solle er zu bestimmten Baufragen Kriterien als Entscheidungshilfen herausgeben. Uli Singer