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Reich verteidigt schlechten Stil

Gilching (22. November 2006) – „Ob Ihnen der Stil passt oder nicht, das Recht nehme ich mir“, sagte Bürgermeister Thomas Reich, als ihm SPD-Gemeinderat Dieter Moehring in der Gilchinger Ratssitzung am Dienstag schlechten Stil vorwarf. Vorausgegangen war der Versuch von Richard Schlammerl (CSU), Reich zur Rede zu stellen. Wie berichtet, hatte der Rathauschef in der Oktobersitzung in Abwesenheit von Schlammerl diesem unterstellt, er habe während der Urlaubsvertretung im September das Ratsgremium falsch informiert und deshalb sei es zu einem für ihn nicht nachvollziehbaren Beschluss gekommen. Weshalb er laut eigener Aussage einen Baustopp an der Einfahrt Gewerbegebiet Süd veranlassen musste. Schlammerl hatte sich jedoch sowohl beim Landratsamt Starnberg als auch beim Straßenbauamt erkundigt und erfahren, dass zu diesem Zeitpunkt noch Pläne fehlten und dass es deshalb auch noch keinen Termin für einen Baubeginn der Einfahrt gegeben hat. „Es kann also keinen Baustopp gegeben haben und folglich auch keinen Verzug“ stellte Schlammerl fest. Reich wiederum berief sich auf einen in der Nachbarschaft wohnenden Mitarbeiter der obersten Baubehörde, „von dem ich mich dumm anreden lassen musste“. Als Begründung gab Reich an, dass ihm dieser vorgeworfen hatte, dass sich der Gemeinderat im September „wider besseren Wissens“ für den Kreisverkehr entschieden und entsprechende Schritt eingeleitet habe. Bernhard Gonska (ödp), der für die Septembersitzung den Antrag auf nochmaliges Nachhaken beim Straßenbauamt pro Kreisverkehr gestellt hatte, bezeichnete es als „starkes Stück“, dass Reich einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderats abwertet und sogar die Aufhebung des Beschlusses forderte. Reichs Anlauf, durch unterschiedliche Datenangaben nachzuweisen, dass er sehr wohl einen Baustopp veranlasst hatte, kommentierte Martin Fink (CSU) mit: „Bei ihrem zeitlichen Ablauf ist inzwischen Sand ins Getriebe gekommen. Alles glaube ich nicht mehr, was Sie sagen. Künftig werden wir uns alles schriftlich geben lassen.“ Uli Singer