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Kundenfang durch Freiham

Gilching (8. November 2004) – „Wir können viel wünschen und auch viel sagen. Einfluss werden wir nicht nehmen“, sagte Hans Ostermair (FW). In der Bauausschusssitzung am Montag in Gilching stand das Großprojekt Freiham auf der Tagesordnung. Wie berichtet, entsteht zwischen München und Gilching ein Einkaufszentrum mit rund 50000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans wurde auch die Gemeinde Gilching in das Verfahren mit einbezogen, beziehungsweise um Stellungnahme gebeten. Bürgermeister Thomas Reich machte darauf aufmerksam, dass es sich am Montag im Bauausschuss lediglich um eine Vorberatung handle. „Es blieb einfach zu wenig Zeit, um sich intensiv einzulesen.“ Im Übrigen wolle man in Absprache mit dem Landratsamt Starnberg eine gemeinsame Stellungnahme abgeben uns sich außerdem den Argumenten der Stadt Germering anschließen. Aufgegriffen werden sollen die Punkte verkehrliche Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden und um Innenstadt relevanter Produkte, die in Freiham außen vor bleiben sollen. Ostermairs Argument, man könne sowieso nichts dagegen unternehmen, widersprach Manfred Herz (CSU). „Wenn das so ist, dann haben wir einen Fehler im System“, sagte er. Unverständlich für Herz, dass bei Bürgermeistertreffen immer wieder betont werde, Innenstädte am Leben zu erhalten, und dann werde den Gemeinden in der Region seitens der Stadt München ein gigantisches Einkaufzentrum vor die Nase gesetzt. „Mit dem Auto dauert es nur wenige Minuten, dann ist man in Freiham.“ Dorothee Heutelbach (CSU) machte deutlich, dass München mit Freiham auf Kunden aus der Region ziele. „Die Stadt hat es auf unsere Käuferschichten abgesehen“, kritisierte sie. Was ein Ausbluten der Ortszentren nach sich ziehe. Dieter Moehring (SPD) schloss sich den Argumenten an und stellte fest: „Wir haben durchaus das Recht, unsere Bedenken anzumelden.“