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Kletterhalle genehmigt

Gilching (11. Januar 2005) – Hoch hinaus soll es künftig in der Gemeinde Gilching gehen. Wie berichtet, beantragte der Deutsche Alpenverein, Ortsgruppe Gilching, den Bau einer Kletterhalle. Am Dienstag fasste der Gemeinderat den Beschluss, den dazu notwendigen Bebauungsplan aufzustellen und den Flächennutzungsplan zu ändern.
Von Beginn an stand das Ratsgremium der Kletterhalle auf dem rückwärtigen Areal des neuen Schulzentrums zwischen Frühlings- und Landsberger Straße positiv gegenüber. Lediglich die geplante und alles überragende Höhe von 14 Meter stellte ein Problem dar. Der Architekt wurde beauftragt, Abhilfe zu schaffen. Am Dienstag präsentierte Ralph Gierlinger erstmals die Planung. Durch geschickte Absenkung der Halle in vier Meter Tiefe passte er die Höhenentwicklung der Schule und der Turnhalle an. Einem Amphitheater gleich können Zuschauer sogar von Außen Einblick in die sportlichen Aktivitäten nehmen. Den Standort selbst nannte Gierlinger ideal. Auch wegen der Autobahnnähe sei er überregional gut erreichbar. „Klettern gehört heute schon zum Breitensport und hat einen unglaublichen Zulauf.“ Als Vorbild für die Gilchinger Halle dient die Kletterhalle in Bad Tölz.
Trotz Lob für die gelungene Planung meldete Dieter Moehring (SPD) im Namen der Vhs Bedenken wegen der zusätzlichen Licht- und Wärmequellen an. Wie berichtet, befürchtet Astronom Michael Rappenglück, dass sich durch dadurch Schlieren am nächtlichen Sternenhimmel bilden und somit die Beobachtungen in der gegenüberliegenden neuen Sternwarte beeinträchtig werden.
Bürgermeister Thomas Reich beschwichtigte und erklärte, dass ohnehin noch mehr Gebäude auf dem Areal geplant sind und gewisse Beeinträchtigungen hingenommen werden müssen. Kein Verständnis für die Sorgen der Vhs zeigte Martin Fink (CSU). „Wenn wir uns jetzt der neuen Sternwarte unterordnen sollen, dann ist sie am falschen Platz.“
Müde ob der fruchtlosen Diskussion schlug Otto Vilsmeyer (SPD) ein gemeinsames Gespräch zwischen Rappenglück und dem Architekten vor. „Das sollen doch die Experten untereinander lösen.“ Unter dieser Prämisse wurde das Projekt einstimmig verabschiedet.