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Kiesverarbeitung in Gilching wird reguliert

Gilching (11. Januar 06) – Mit einem informellen Rahmenplan und städtebaulichen Verträgen soll künftig in Gilching die Kiesbearbeitung, die Weiterverarbeitung des Materials und das Aufstellen von Asphaltmischanlagen geregelt werden. Der Gemeinderat verabschiedete in seiner Sitzung am Dienstag einen entsprechenden Plan. Für Diskussion sorgte die Höhe der Anlagen. Vorgeschrieben wurde, dass sie nicht höher als der Baumwuchs sein dürfen.
Um die Aufbereitungsanlage des Kiesunternehmens Gottfried Jais am Talbauernweg weg zu bekommen, soll jetzt westlich von St. Gilgen ein Sondergebiet entstehen. „Wir wollen in dem Sondergebiet drei Kies verarbeitenden Betriebe bündeln, damit die anderen Standorte aufgegeben werden können“, erklärte Bauamtsleiter Max Huber. „Entsteht jetzt Baurecht bei St. Gilgen, wird die Aufgabe der anderen Standorte gleichzeitig durch einen städtebaulichen Vertrag abgesichert.“ Ursprünglich beantragte Gottfried Jais im neuen Sondergebiet den Bau einer 31 Meter hohen Asphaltmischanlage. Da die Höhe bereits im Bauausschuss für Kritik gesorgt hatte, die Spitze der dort wachsenden Bäume misst gerade einmal 25 Meter, wurden im Vorfeld zur Ratssitzung diesbezüglich Gespräche geführt. „Jais hat sich jetzt bereit erklärt, die Höhe auf 24 Meter zu beschränken, so dass die Anlage nicht über die Baumkronen hinaus reicht“, erklärte Huber. Da auf der Weßlinger Straße, die am künftigen Sondergebiet vorbei führt, viele Spaziergänger und Radfahrer unterwegs sind, müssen die Betreiber zudem für entsprechenden Sichtschutz sorgen. Auch die Verkehrsbelastung war Thema im Ratsgremium. Laut Prognose werden einmal täglich 75 Lkws in Richtung Norden und 60 Lkws in Richtung Süden fahren, so Huber. Ziel sei, dass sich der Schwerlastverkehr an St. Gilgen vorbei über die geplante Umgehungsstraße bewege. Was Peter Unger (Grüne) auf den Plan rief. „Das heißt, dass Jais die Westumgehung braucht und nutzt. Dann soll er sich auch an den Baukosten beteiligen.“ Dies sei jetzt kein Thema, kürzte Bürgermeister Thomas Reich die Diskussion ab. Vielmehr begrüßte er, dass mit der Ausweisung Sondergebiet die Anlage vom Talbauernweg weg komme und somit auch eine Entlastung für die Anwohner erreicht werde. Mehrheitlich wurde dem Projekt zugestimmt. Uli Singer