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Kein Plan zur Lösung von Verkehrsproblemen

Gilching – In Gilching fehlt ein Verkehrskonzept, stellt unter anderem die neu gegründete Bürgerinitiative „Verkehrkonzept für Gilching“ fest. Sie kritisiert, dass mit dem Bau von Straßen planlos vorgegangen werde. Wie berichtet, ist unter anderem die von der CSU ins Spiel gebrachte Mitteltrasse in Kritik geraten. Dass die Straßenplanung in der aufstrebenden Gemeinde schon immer ein Problem war, beweist ein Blick in die Vergangenheit.
Längst sind Gilching und Umgebung zum wichtigsten Wirtschaftsstandort im Landkreis Starnberg geworden. Neben den Aktivitäten auf dem Dornier-Gelände, unter anderem will Webasto eine Zweigstelle eröffnen, entsteht an der Autobahn München-Lindau ein weiterer Standort für international agierende Unternehmen. Rund 2000 neue Arbeitsplätze sind im Gewerbepark Süd im Laufe der nächsten Jahre geplant. Gilching selbst wird von derzeit 18000 bis zum Jahr 2008 auf 21000 Einwohner anwachsen. Dieser explosionsartigen Entwicklung hinkt die Straßenplanung weit hinterher. Dass bis heute noch kein umsetzbares Verkehrskonzept vorliegt, stößt in der Bevölkerung verstärkt auf Unverständnis. Denn schon vor 50 Jahren wurde ein unbedachtes Bauen ohne Verkehrskonzept angemahnt. „Die städtebauliche Entwicklung von Gilching im Jahre 1954 zu planen, war eine schwere Aufgabe“, schreibt Rudi Schicht in „Wie es in Gilching war“. „Ohne vorausschauendes Konzept hatte man Häuschen um Häuschen bauen lassen und erst ab 1934 ging man dazu über, je nach Baufortschritt ein provisorisches Straßennetz mit meist zu engen Straßen zu planen und notdürftigst von den Bauwilligen erstellen zu lassen.“ Weiter hält der Chronist fest: „Hinter dem schütteren Hausbestand an der Römerstraße zwischen Bahngleis und Altdorf entstanden an den drei bis fünf Metern breiten Stichstraßen weitere Häuser, ohne vorauszuplanen, wie das Gebiet im Endausbau aussehen soll.“ Die Bausünden von einst holen die Gemeindeväter heute ein. Die Römerstraße ist längst zum Nadelöhr mutiert, durch das sich zur Hauptverkehrszeit der Verkehr im Schneckentempo vorwärts quält. Inzwischen sind auch bevorzugte Abkürzungen wie Starnberger Weg oder Flurgrenzstraße keine Schleichwege mehr. „Eine Lösung ist nicht in Sicht“, kritisiert Stephan Mahlert im Namen der Bürgerinitiative. Weshalb jetzt Antrag gestellt wurde, sich vorrangig im Gemeinderat eines brauchbaren Verkehrskonzepts anzunehmen. Uli Singer